Berichte über einen möglichen Friedensplan im Nahen Osten sorgen bei Aktionären von Siemens Energy für spürbare Erleichterung. Die Aussicht auf eine geopolitische Entspannung lässt ein zentrales Risiko für das lukrative Gasturbinengeschäft in den Hintergrund rücken. Entsprechend reagiert das Papier am Mittwoch mit deutlichen Aufschlägen und setzt sich an die DAX-Spitze.
Die starke Marktreaktion lässt sich direkt aus den Orderbüchern des Konzerns ableiten. Im vergangenen Jahr stammten beachtliche 35 Prozent des Auftragseingangs für Gasturbinenkapazitäten aus nahöstlichen Staaten, was einem regionalen Gesamtengagement von rund neun Milliarden Euro entspricht. Zuletzt hatten Marktbeobachter befürchtet, dass die anhaltenden Spannungen in der Region spürbare Bremsspuren im operativen Geschäft hinterlassen könnten. Diese schwindende Sorge spiegelt sich im heutigen Kursplus von 2,50 Prozent auf 149,55 Euro wider, nachdem der Titel im frühen Handel zeitweise noch kräftiger zugelegt hatte.
Aktienrückkäufe und Rekordaufträge
Flankiert wird die aktuelle Aufwärtsbewegung von einer aktiven Kapitalrückführungsstrategie. Das am 4. März gestartete Rückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich, wobei der Konzern bislang knapp 5,85 Millionen eigene Anteilscheine erworben hat. Bis 2028 sollen eigene Aktien im Wert von bis zu sechs Milliarden Euro zurückgekauft werden.
Auch operativ liefert das Unternehmen Argumente für die positive Jahresperformance von bisher 21,78 Prozent. Im ersten Quartal verbuchte der DAX-Konzern einen Nettogewinn von 746 Millionen Euro, während der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 146 Milliarden Euro anwuchs. Allein die Sparte Gas Services verzeichnete mit 102 gebuchten Gasturbinen ihr stärkstes Quartal beim Auftragseingang überhaupt.
Blick auf die Problemtochter
Trotz der starken Basis im Gasgeschäft bleibt die Windkrafttochter Gamesa der zentrale Unsicherheitsfaktor. Das operative Minus schrumpfte im ersten Quartal zwar auf 46 Millionen Euro, der Weg zur Gewinnschwelle ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Richtungsweisend wird der 12. Mai 2026: An diesem Tag präsentiert das Management die Zahlen zum zweiten Quartal. Können diese belegen, dass der Turnaround bei Gamesa fundamentale Substanz hat und sich die Verluste weiter reduzieren, dürfte dies die Basis für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bilden.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 1. April liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


