Siemens Energy Aktie: Netz-Boom hält an

Siemens Energy profitiert vom europäischen Netzausbau mit einem neuen Großauftrag aus Großbritannien und einem verdreifachten Quartalsgewinn. Ein massives Aktienrückkaufprogramm läuft, während die Windkraftsparte weiter Verluste schreibt.

Siemens Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Neuer Großauftrag für Unterseestromleitung in Großbritannien
  • Nettogewinn verdreifacht sich auf 746 Millionen Euro
  • Aktienrückkaufprogramm im Volumen von sechs Milliarden Euro
  • Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt Verlustbringer

Siemens Energy baut seine Position im europäischen Netzausbau weiter aus. Ein frischer Großauftrag aus Großbritannien untermauert die prall gefüllten Auftragsbücher, während parallel ein massives Aktienrückkaufprogramm läuft. Lediglich ein altbekanntes Sorgenkind bremst die absolute Euphorie leicht.

Untersee-Stromautobahn für Großbritannien

Die britische Iberdrola-Tochter SP Energy Networks hat den Münchener Konzern mit der Lieferung von zwei Hochspannungs-Gleichstromkonverterstationen beauftragt. Das Projekt namens „Eastern Green Link 4“ verbindet Schottland mit England und ist Teil eines Investitionspakets von über 3,5 Milliarden Euro. Die Technologie von Siemens Energy wandelt den Strom für den 640 Kilometer langen Transport durch die Nordsee um, damit Übertragungsverluste minimiert werden. Ab 2033 sollen durch diese Leitung mehr als 1,5 Millionen Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

Dieser Deal festigt die Rolle des Unternehmens als Schlüsseltechnologielieferant für den europäischen Netzumbau. Allein in der Nordsee plant der Netzbetreiber TenneT bis 2030 Investitionen von rund 13 Milliarden Euro für neue Gleichstromhubs.

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Rekordzahlen treffen auf Aktienrückkauf

Das operative Geschäft brummt derweil. Im abgelaufenen ersten Quartal verdreifachte sich der Nettogewinn auf 746 Millionen Euro, während der Auftragsbestand den Rekordwert von 146 Milliarden Euro erreichte. Die Gasturbinen-Sparte meldet bereits jetzt eine vollständige Auslastung der Kapazitäten bis ins Jahr 2028.

Diese fundamentale Stärke spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider: Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von beachtlichen 205,59 Prozent und ging am Donnerstag bei 162,94 Euro aus dem Handel. Um die Aktionäre zusätzlich am Erfolg zu beteiligen, läuft aktuell die erste Tranche eines bis 2028 angelegten Aktienrückkaufprogramms im Gesamtvolumen von bis zu sechs Milliarden Euro. Bis Anfang April wurden bereits über sieben Millionen eigene Aktien erworben.

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Blick auf die kommenden Quartalszahlen

Trotz der exzellenten Auftragslage bleibt die Windkrafttochter Siemens Gamesa die entscheidende Baustelle des Konzerns. Im ersten Quartal stand hier noch ein operativer Verlust von 46 Millionen Euro in den Büchern. Das Management plant, dieses Defizit durch eine Wende im zweiten Halbjahr auszugleichen und auf Jahressicht die Gewinnschwelle zu erreichen.

Die nächsten harten Fakten zum Fortschritt dieses Turnarounds liefert der Konzern bei der Vorlage der Quartalszahlen im Mai 2026. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen weiterhin eine Gewinnmarge zwischen 9 und 11 Prozent sowie einen Nettogewinn von bis zu vier Milliarden Euro an.

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