Siemens Energy schüttet erstmals seit drei Jahren wieder eine Dividende aus – und startet parallel ein Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro. Der Energietechnikkonzern untermauert damit eindrucksvoll, dass die Krisenzeit endgültig vorbei ist. Im Rücken: ein Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro auf Rekordniveau.
Zwei Milliarden für den Rückkauf
Das am 4. März 2026 gestartete Rückkaufprogramm läuft bis maximal 30. September 2026. In diesem Zeitraum will Siemens Energy bis zu zwei Milliarden Euro oder höchstens 70 Millionen stimmrechtslose Aktien vom Markt nehmen. Die Hauptversammlung billigte zudem eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie – nach drei Jahren ohne Ausschüttung ein deutliches Signal an die Investoren.
Die Kapitalrückführung basiert auf einem starken ersten Quartal: Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 746 Millionen Euro, das Ergebnis vor Sonderposten legte auf 1,2 Milliarden Euro zu. Der Umsatz stieg um 8,2 Prozent auf 9,68 Milliarden Euro.
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KI-Boom treibt Auftragsflut
Besonders bemerkenswert entwickelte sich der Auftragseingang: 17,6 Milliarden Euro im Berichtszeitraum bedeuten ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte 1,82. Der kumulierte Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 146 Milliarden Euro.
Haupttreiber ist die explodierende Nachfrage nach Stromversorgung für KI-Rechenzentren. Siemens Energy verkaufte 194 große Gasturbinen – fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Allein die Erlöse aus dem Hyperscaler-Geschäft im Grid-Bereich überstiegen zwei Milliarden Euro. Die Sparte Gas Services verzeichnete mit 102 Gasturbinen-Verkäufen und 8,75 Milliarden Euro Auftragseingang das stärkste Quartal ihrer Geschichte.
Um der steigenden Stromnachfrage zu begegnen, plant der Konzern Investitionen von rund einer Milliarde US-Dollar in die amerikanische Netz- und Gasturbinen-Fertigung.
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Gamesa macht Fortschritte
Die Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt der kritische Faktor. Der Quartalsverlust wurde zwar drastisch von 374 Millionen auf 46 Millionen Euro reduziert, doch schwarze Zahlen schreibt die Sparte weiterhin nicht. Das Management hält am Ziel fest, im laufenden Geschäftsjahr 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen. An diesem Meilenstein wird sich zeigen, ob die Gesamterholung des Konzerns nachhaltig ist.
Jahresziele bestätigt
Für 2026 peilt Siemens Energy 11 bis 13 Prozent Umsatzwachstum an, eine Marge vor Sonderposten von 9 bis 11 Prozent sowie einen Nettogewinn zwischen drei und vier Milliarden Euro. 30 Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 43,9 Milliarden Euro – rund 10,4 Prozent mehr als in den vergangenen zwölf Monaten.
Der Konzern wird zudem in Kürze in den Stoxx Europe 50 aufgenommen. Am 12. Mai 2026 folgen die Zahlen für das zweite Quartal – dann zeigt sich, ob die Dynamik aus dem Startquartal anhält.
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