Der Ausbau der europäischen Stromnetze füllt die Auftragsbücher von Siemens Energy in historischem Ausmaß. Kurz vor den Osterfeiertagen sicherte sich der Konzern ein Infrastrukturprojekt für den britischen Strommarkt im Wert von rund drei Milliarden Pfund. Der Zuschlag untermauert die starke operative Entwicklung im Netzgeschäft, während die krisengeprüfte Windkraft-Tochter gleichzeitig messbare Fortschritte bei der Sanierung meldet.
Riesiges Unterwasserkabel für Großbritannien
National Grid und Iberdrola haben Siemens Energy mit der Lieferung von zwei Hochspannungs-Gleichstrom-Konverterstationen beauftragt. Die Anlagen sind Teil des Projekts Eastern Green Link 4, das Schottland und England über ein 530 Kilometer langes Unterwasserkabel verbindet. Siemens Energy liefert die Konvertertechnik, um den Strom für den Transport über die weite Distanz effizient umzuwandeln. Das System soll nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2033 rechnerisch 1,5 Millionen britische Haushalte mit Energie versorgen. Der italienische Partner Prysmian steuert das eigentliche Kabelsystem bei.
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Operative Stärke stützt den Kurs
An der Börse sorgte die Meldung für einen stabilen Abschluss einer volatilen Handelswoche. Ausgelöst durch veränderte Stimmrechtspositionen des Vermögensverwalters BlackRock erlebte der Titel zunächst deutliche Schwankungen. Am Gründonnerstag verabschiedete sich das Papier mit einem leichten Abschlag von 1,64 Prozent bei 149,70 Euro ins verlängerte Wochenende. Ungeachtet dieses leichten Rücksetzers summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn 2026 auf knapp 20 Prozent.
Diese Performance stützt sich auf eine robuste fundamentale Basis. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Unternehmen bemerkenswerte Kennzahlen:
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- Auftragsbestand: Rekordwert von 146 Milliarden Euro
- Auftragseingang: Anstieg um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro
- Operativer Gewinn: Mehr als verdoppelt auf 1,16 Milliarden Euro
- Siemens Gamesa: Quartalsverlust von 374 Millionen auf 46 Millionen Euro reduziert
Nächster Meilenstein im Mai
Den nächsten wichtigen Anhaltspunkt für die weitere fundamentale Entwicklung liefert der 12. Mai 2026. An diesem Datum präsentiert das Management die Zahlen für das zweite Quartal. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich dabei primär auf die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa. Das Management plant, im laufenden Geschäftsjahr den Break-even für die Sparte zu erreichen.
Ein erfolgreicher Turnaround bei Gamesa ist die Grundvoraussetzung, um die ehrgeizigen Jahresziele zu erfüllen. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent sowie eine Gewinnmarge zwischen 9 und 11 Prozent an. Gelingt die Stabilisierung des Windgeschäfts endgültig, rückt der avisierte Nettogewinn von 3 bis 4 Milliarden Euro in greifbare Nähe.
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