Die Bergbauaktie Sierra Madre Gold and Silver kostet aktuell 1,02 Euro. Ein winziges Plus von 0,79 Prozent. Doch der Schein trügt: Hinter dem ruhigen Handelstag steckt eine Woche voller Verluste. Seit sieben Tagen geht es um 15,45 Prozent nach unten.
Auslöser war der US-Arbeitsmarkt. Neue Daten zeigen 172.000 zusätzliche Stellen – deutlich mehr als erwartet. Das weckt Spekulationen auf Zinserhöhungen später im Jahr. Für Minenaktien eine toxische Mischung: Höhere Renditen, ein stärkerer Dollar, fallende Edelmetallkurse.
Technische Lage angespannt
Die Aktie notiert heute nahe ihrer 200-Tage-Linie bei 0,99 Euro. Ein typisches Stabilisierungsniveau in einem fallenden Markt. Der relative Stärkeindex von 36,7 zeigt: weder überkauft noch überverkauft. Neutral – aber auf dünnem Eis.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 2,12 Euro trennen Sierra Madre mehr als 50 Prozent. Vom Tief bei 0,42 Euro liegt man immerhin 141 Prozent entfernt. Ein Wert, der schon bessere Tage gesehen hat.
Volatilität bleibt Begleiter
Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 78 Prozent spricht Bände. Anleger in dieser Aktie brauchen Nerven. Der Preis reagiert empfindlich auf jede Makro-Nachricht.
Ob die aktuelle Unterstützung bei rund einem Euro hält, hängt von der weiteren Geldpolitik ab. Kommen im Juni weitere Hinweise auf Straffung, dürfte der Druck auf Minenwerte anhalten. Stabilisiert sich der Silberpreis, könnte Sierra Madre technisch aufholen. Ein klares Signal Richtung Erholung gibt es aber noch nicht.
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