Die Signify-Aktie ist am Freitag regelrecht abgestürzt. Mit einem Minus von 13,6 Prozent auf 18,69 Euro markierte der Titel den tiefsten Stand seit Anfang Mai. Sämtliche Trendlinien wurden durchbrochen – ein klares Signal der Schwäche. Verantwortlich dafür: enttäuschende Quartalszahlen und ein düsterer Ausblick, der die Erwartungen der Investoren deutlich verfehlt hat.
Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 offenbaren das ganze Ausmaß der Probleme. Der Umsatz brach um 5,2 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro ein. Noch dramatischer entwickelte sich die operative Marge: Sie sackte von 12,4 auf nur noch 10 Prozent ab. Der Nettogewinn halbierte sich nahezu – von 119 Millionen auf magere 60 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 musste der niederländische Lichttechnikhersteller Erlöse von 5,77 Milliarden Euro ausweisen, ein vergleichbares Minus von 3,4 Prozent.
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Drastischer Sparkurs mit 900 Stellenstreichungen
Die Reaktion des Managements auf die Krise fällt hart aus. Signify kündigte ein Kostensenkungsprogramm im Umfang von 180 Millionen Euro an. Die bittere Konsequenz: 900 Arbeitsplätze fallen weg. CEO As Tempelman bezeichnete 2026 als „Übergangsjahr“ und stellte klar, dass das Unternehmen seine Kostenbasis strukturell neu ausrichten müsse. Der Großteil der Einsparungen soll bereits 2026 wirksam werden, die volle Wirkung zeigt sich erst 2027.
Besonders prekär entwickelte sich das OEM-Geschäft. Hier stürzten die vergleichbaren Umsätze um dramatische 19,2 Prozent auf nur noch 79 Millionen Euro ab. Die operative Marge kollabierte von 8,5 auf magere 1,5 Prozent. Aber auch im Konsumentengeschäft schwächelte es trotz zweistelligen Wachstums in den USA – China enttäuschte massiv. Die Marge rutschte von 17,4 auf 14,1 Prozent.
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Aktienrückkäufe auf Eis gelegt
Was die Börsianer zusätzlich verschreckt hat? Signify setzt sein Aktienrückkaufprogramm aus. Zwar wurden im vergangenen Jahr noch Papiere im Wert von 150 Millionen Euro zurückgekauft und 5,8 Millionen Aktien eingezogen. Doch während einer strategischen Überprüfung des Portfolios will das Management finanzielle Flexibilität bewahren. Die Dividende steigt minimal von 1,56 auf 1,57 Euro je Aktie – ein schwacher Trost.
Für 2026 wagt Signify keine konkrete Umsatzprognose mehr. Zu unterschiedlich entwickeln sich die einzelnen Märkte. Die operative Marge soll auf 7,5 bis 8,5 Prozent fallen – deutlich unter den bisherigen Erwartungen. Der freie Cashflow wird bei 6,5 bis 7,5 Prozent der Erlöse erwartet. Analysten rechnen bereits mit deutlich sinkenden Gewinnschätzungen. Die Aussichten? Alles andere als hell für den Lichtspezialisten.
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