Drei Wochengewinne in Folge — und das trotz eines CPI-Reports, der Inflationssorgen neu entfacht hat. Silber zeigt sich robust, getragen von einem schwächeren Dollar und Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten. Die kommende Woche stellt das Metall jedoch vor eine echte Belastungsprobe.
Fed-Entscheidung als Zünglein an der Waage
Am 29. April tagt das Federal Open Market Committee. Das CME FedWatch Tool sieht derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 86 % für unveränderte Zinsen — eine Senkung im April gilt damit als so gut wie ausgeschlossen. Der Wall-Street-Konsens verschiebt den frühestmöglichen Zeitpunkt auf Juni, vorausgesetzt die Inflation gibt spürbar nach.
Genau das ist das Problem. Der jüngste US-Verbraucherpreisindex stieg auf 3,3 % — den höchsten Stand seit Mai 2024 — mit einem monatlichen Anstieg von 0,9 %, dem steilsten seit Mitte 2022. Anleihehändler halten dennoch an Zinssenkungswetten für 2026 fest, weil der zweiwöchige US-Iran-Waffenstillstand die Ölpreise um mehr als 11 % gedrückt und damit einen Teil des Inflationsdrucks gemildert hat.
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Ob diese Rechnung aufgeht, hängt stark davon ab, wie stabil der Waffenstillstand bleibt. Israelische Angriffe auf den Libanon und Störungen in der Straße von Hormuz belasteten die Verhandlungen zuletzt merklich. US-Präsident Trump warnte Iran zudem vor Transitzöllen in der Hormuz-Straße — ein Signal, das die Lage fragil hält.
Strukturelles Defizit als dauerhafter Rückenwind
Unabhängig vom kurzfristigen Nachrichtenfluss bleibt die fundamentale Ausgangslage für Silber angespannt. 2026 steht das sechste aufeinanderfolgende Defizitjahr bevor, mit einem Fehlbetrag von 67 Millionen Unzen. Zwar soll das globale Angebot um 1,5 % auf ein Dekadenhoch von 1,05 Milliarden Unzen steigen — die Nachfrage wächst jedoch schneller.
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Das physische Investment soll um 20 % auf 227 Millionen Unzen zulegen, den höchsten Stand seit drei Jahren. Gleichzeitig bleibt die industrielle Nachfrage aus Solarenergie, Elektromobilität und Rechenzentren strukturell hoch — Bereiche, die unabhängig von geopolitischen Zyklen weiter expandieren.
Charttechnik: Neutral mit Aufwärtspotenzial
Aktuell ringt Silber um die 100-Tage-Linie bei rund 81 USD. Das Chartbild bleibt neutral, solange kein klarer Ausbruch gelingt. Der nächste relevante Widerstand liegt bei 83,75 USD, dem Vorjahreshoch. Erst ein Bruch unter den steigenden 200-Tage-Durchschnitt würde den Ausblick eintrüben.
Seit dem Kriegsbeginn am 28. Februar hatte Silber fast 20 % verloren. Die jüngste Erholung von rund 63 % über dem Oktober-Tief zeigt, wie schnell sich die Stimmung drehen kann — sofern die geopolitischen und geldpolitischen Signale in die gleiche Richtung zeigen. Das Fed-Statement am 29. April liefert die nächste klare Orientierung.
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