Vier Wochengewinne in Folge, ein Preis knapp unter 80 Dollar — und nun stehen binnen weniger Tage zwei Ereignisse an, die den Silbermarkt in entgegengesetzte Richtungen drücken könnten. Das Edelmetall notiert aktuell bei 79,00 USD je Feinunze, rund neun Prozent im Plus seit Jahresbeginn.
22. April: Zwei Zünder, ein Datum
Am 21. April findet die Anhörung für den designierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh statt. Einen Tag später läuft das temporäre US-Iran-Waffenstillstandsabkommen aus. Ob es verlängert oder in einen dauerhaften Vertrag umgewandelt wird, bleibt offen — iranische Offizielle haben Trumps Aussagen über akzeptierte Bedingungen bislang nicht bestätigt.
Für Silber ist beides relevant. Ein hawkisher Fed-Chef würde den Dollar stärken und die Edelmetall-Rallye bremsen. Ein Scheitern der Waffenstillstandsgespräche könnte die Risikoaversion erhöhen — was Silber als sicheren Hafen stützen, aber industrielle Nachfrageerwartungen dämpfen würde.
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Strukturelles Defizit im sechsten Jahr
Unabhängig von der kurzfristigen Makrolage zeigt der World Silver Survey 2026 ein klares strukturelles Bild: Für 2026 erwartet das Silver Institute ein sechstes aufeinanderfolgendes Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Feinunzen. Das weltweite Angebot soll um zwei Prozent sinken, weil das Producer-Hedging nach einem starken Anstieg in der zweiten Jahreshälfte 2025 wieder auf Normalniveau fällt.
Die Nachfrage nach Münzen und Barren soll um 18 Prozent zulegen — der höchste Stand seit 2022. ETP-Bestände dürften nach Einschätzung von Metals Focus mit rund 30 Millionen Unzen Nettozufluss erneut wachsen.
Auf der Angebotsseite bleibt ein strukturelles Problem bestehen: Rund 72 Prozent der weltweiten Silberproduktion entstehen als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Metalle. Steigende Silberpreise allein lösen keine Ausweitung des Angebots aus — die Wirtschaftlichkeit des jeweiligen Hauptmetalls entscheidet.
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Industrienachfrage mit Schwachstellen
Die industrielle Nachfrage gibt nach. Für 2026 wird ein Rückgang um drei Prozent auf 639,6 Millionen Unzen erwartet, das zweite Minus in Folge. Aus China kommen keine Kaufsignale: Hersteller aus den Bereichen Silbernitrat, Silberpulver und Silberpaste zeigen wenig Bereitschaft, Bestände aufzubauen. Die sozialen Lagerbestände für physische Silberbarren an der SHFE dürften weiter steigen.
Das Bild ist damit gespalten: Investmentnachfrage und Angebotsdefizit stützen den Preis, während die Industrie — allen voran China — bremst.
Charttechnisch liegt der nächste relevante Widerstand beim Vorjahreshoch bei 83,75 USD. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 78,93 USD fungiert derzeit als enge Unterstützung — Silber notiert nur einen Hauch darüber. Wie weit der Markt in der kommenden Woche trägt, hängt maßgeblich davon ab, was am 22. April aus Teheran und Washington zu hören ist.
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