Auf dem Papier konsolidiert der Silberpreis. Im Hintergrund wächst indes die Anspannung an der Rohstoffbörse COMEX. Der physische Liefermarkt steht vor einer echten Belastungsprobe.
Reserven schmelzen ab
Der nächste Lieferzyklus rückt näher. Aktuell liegen knapp 77 Millionen Unzen registriertes Silber in den COMEX-Lagern. Die Deckungsquote für ausstehende Terminkontrakte fällt damit auf magere 13,4 Prozent. Das ist die sechste Periode in Folge unter der offiziellen Stressschwelle.
Auf jede physisch lieferbare Unze kommen aktuell mehr als sieben Papierunzen. Ein solches Hebelverhältnis weckt bei Marktbeobachtern Bedenken. Bei einem plötzlichen Anstieg der physischen Abrufe könnte die Lieferfähigkeit wackeln.
Der strukturelle Hintergrund verschärft die Lage. Das Silver Institute prognostiziert für 2026 ein erneutes Marktdefizit. Der Fehlbetrag soll bei über 46 Millionen Feinunzen liegen. Parallel dazu sinkt das globale Angebot voraussichtlich um zwei Prozent.
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Der Markt wird immer enger. Dieser Engpass zehrt spürbar an den Reserven. Seit 2021 schrumpften die oberirdischen Bestände um mehr als 760 Millionen Unzen. Das physische Polster für den Terminmarkt schwindet zusehends.
Londoner Tresore bieten wenig Puffer
Auch der Londoner Markt bleibt angespannt. Ende März waren dort rund 28 Prozent der Tresorbestände nicht an börsengehandelte Fonds gebunden. Diese Menge steht dem Markt theoretisch als Liquidität zur Verfügung.
Eine Entwarnung ist das nicht. Analysten von Metals Focus warnen vor einem erneuten Squeeze. Das gilt besonders bei einer anziehenden Nachfrage aus Indien. Auch beschleunigte ETF-Zuflüsse könnten den Markt schnell austrocknen.
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Kurzfristig dämpft die Geopolitik den Kurs. Der Silberpreis notierte zuletzt bei knapp 80 US-Dollar. Damit liegt das Edelmetall rund 35 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Januar. Der Konflikt im Nahen Osten und anhaltend hohe Zinserwartungen sorgen für Nervosität.
Unabhängig von diesen Preisschwankungen stützt die Industrie den Verbrauch. Rechenzentren und künstliche Intelligenz fordern immer mehr Material. Hinzu kommt eine steigende Nachfrage nach physischen Anlageprodukten in den USA.
Die Kombination aus schrumpfendem Angebot und solider Industrienachfrage zementiert das strukturelle Defizit. Solange die COMEX-Bestände auf diesem niedrigen Niveau verharren, bleibt der Markt extrem anfällig. Ein unerwarteter Nachfrageschub nach physischer Auslieferung liefert den direkten Auslöser für den nächsten Preissprung.
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