Die Fed hat gesprochen — und Silber reagierte prompt. Nach der März-Sitzung der US-Notenbank, bei der Powell den Leitzins erneut im Korridor von 3,5 % bis 3,75 % beließ und nur eine einzige Zinssenkung für 2026 in Aussicht stellte, fiel der Silberpreis auf rund 76,9 USD pro Unze. Das Besondere an der aktuellen Lage: Während der kurzfristige Druck real ist, bleibt das fundamentale Bild des Marktes so angespannt wie seit Jahren nicht.
Warum die Fed Silber belastet
Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für nicht verzinsliche Anlagen — das trifft Silber und Gold gleichermaßen. Beim März-Meeting signalisierten sieben der 19 FOMC-Mitglieder, die Zinsen 2026 gar nicht zu senken, einer mehr als noch im Dezember. Gleichzeitig hoben die Fed-Entscheidungsträger ihre Inflationsprognose an: Der PCE-Preisindex soll nun 2,7 % erreichen, sowohl auf Headline- als auch auf Kernbasis.
Hintergrund ist unter anderem die geopolitische Unsicherheit durch den Iran-Krieg, dessen wirtschaftliche Folgen die Notenbank noch nicht vollständig einschätzen kann. Luftangriffe auf iranische Energieinfrastruktur und die Tötung von Geheimdienstminister Esmaeil Khatib haben die Lage zuletzt verschärft. Die Fed reagiert darauf mit Vorsicht — was den Dollar stützt und Edelmetallpreise belastet.
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Sechstes Defizitjahr in Folge
Trotz des aktuellen Gegenwinds bleibt die strukturelle Ausgangslage für Silber außergewöhnlich. Das Silver Institute erwartet 2026 das sechste Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit — diesmal von geschätzten 67 Millionen Unzen. Seit 2021 hat sich das kumulative Defizit auf über 900 Millionen Unzen aufgetürmt.
Das globale Minenaufkommen soll 2026 lediglich um 1 % auf 820 Millionen Unzen steigen — ein Tempo, das die industrielle Nachfrage strukturell nicht deckt. Rund 60 % der globalen Nachfrage entfallen auf Fertigungssektoren: Solarpanele allein verbrauchen jährlich über 230 Millionen Unzen, hinzu kommen Elektrofahrzeuge und Rechenzentrumsinfrastruktur.
Zusätzlichen Druck auf das Angebot übt China aus. Seit Januar gilt ein neues Lizenzsystem für Silberexporte, das die Berechtigung auf Produzenten mit mindestens 80 Tonnen Jahresausstoß und einer Kreditlinie von 30 Millionen Dollar beschränkt — effektiv auf 44 Unternehmen. Peel Hunt schätzt, dass 60 % bis 70 % der globalen raffinierten Silberlieferungen davon betroffen sein könnten.
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Investmentnachfrage zieht an
Auf der Nachfrageseite gibt es jedoch eine Gegenbewegung. Das Silver Institute prognostiziert, dass die Bar- und Münznachfrage 2026 um 20 % auf ein Dreijahreshoch von 227 Millionen Unzen steigen wird — getrieben von westlichen Privatanlegern, die zunehmend in den Markt einsteigen.
Die industrielle Nachfrage dürfte hingegen leicht um etwa 2 % auf 650 Millionen Unzen zurückgehen, da steigende Preise Substitutionsbemühungen im Solarsektor beschleunigen. Das strukturelle Defizit bleibt dennoch bestehen.
Silber ist historisch rund doppelt so volatil wie Gold — die monatliche Volatilität lag Anfang März bei 36,53 % gegenüber 17,06 % beim gelben Metall. Solange die Fed an ihrem restriktiven Kurs festhält und der Nahe Osten keine Entspannung zeigt, bleibt der kurzfristige Preisdruck ein realer Faktor. Das tieferliegende Angebotsdefizit dürfte den Markt jedoch weiter stützen — sobald sich die geldpolitischen Wolken lichten.
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