Silber: Hormuz-Effekt trifft Fed-Erwartung

Der Silberpreis steigt durch einen schwächeren Dollar, eine erwartete Zinspause der Fed und ein strukturelles Marktdefizit. Geopolitische Entspannung am Persischen Golf wirkt als zusätzlicher Impuls.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Silberpreis steigt auf über 81 US-Dollar
  • Geopolitische Entspannung am Persischen Golf
  • Erwartete Zinspause der US-Notenbank
  • Strukturelles Marktdefizit stützt Fundament

Fallende Ölpreise, ein schwächerer Dollar und eine nahende Fed-Entscheidung — selten treffen so viele Impulse gleichzeitig auf den Silbermarkt. Am Montag stieg der Preis auf 81,04 USD pro Feinunze, ein Plus von 0,62 Prozent gegenüber dem Vortag.

Den Auslöser lieferte eine geopolitische Entspannung im Persischen Golf. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte, dass Washington dem Iran vorerst erlaubt, Rohöl durch die Straße von Hormuz zu verschiffen. Die sichere Passage mehrerer Tanker beruhigte die Energiemärkte spürbar — die Ölpreise sanken, die Inflationssorgen ließen nach, und der US-Dollar verlor an Stärke. Für in Dollar gehandelte Rohstoffe wie Silber wirkt ein schwächerer Greenback wie ein natürlicher Rückenwind.

Fed-Pause als Katalysator

Hinzu kommt die Erwartung, dass die US-Notenbank in dieser Woche die Zinsen unverändert lässt. Zinspausen erhöhen die relative Attraktivität zinsloser Anlagen — und Silber profitiert davon gleich doppelt: als Edelmetall und als Industriemetall mit eigener Nachfragedynamik.

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Strukturelles Defizit als Fundament

Unabhängig von kurzfristigen Marktimpulsen bleibt die Angebotslage angespannt. Für 2026 prognostizieren Experten ein Angebotsdefizit von 67 Millionen Unzen — bereits das sechste Defizitjahr in Folge. Das Problem ist struktureller Natur: Rund 72 Prozent der weltweiten Silberproduktion entstehen als Nebenprodukt beim Abbau von Kupfer, Zink oder Gold. Das Angebot lässt sich also kaum kurzfristig ausweiten, egal wie stark die Nachfrage zieht.

Und die Nachfrage zieht. Photovoltaik, Elektromobilität und Elektronik treiben den industriellen Silberverbrauch weiter an. Die registrierten Lagerbestände sinken — und stützen damit die Knappheitsthese zusätzlich.

Solange die Fed eine Pause einlegt und die Ölmärkte ruhig bleiben, dürfte Silber seinen aktuellen Rückenwind behalten. Das strukturelle Defizit sorgt dafür, dass fundamentale Unterstützung auch dann bestehen bleibt, wenn die geopolitische Entspannung wieder kippt.

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