Silber: Kampf um 90

Der Silberpreis nähert sich der 90-Dollar-Schwelle, angetrieben von Handelsunsicherheiten und geopolitischen Risiken, während die straffe Fed-Politik als Gegenkraft wirkt.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Wochenplus von über drei Prozent für Silber
  • Handelszölle und Nahost-Konflikt stützen Nachfrage
  • Starke Fed-Politik bremst den Preisanstieg
  • Strukturelles Angebotsdefizit seit vier Jahren

Silber arbeitet sich zum Wochenschluss zurück nach oben – und nähert sich erneut der Marke von 90 US-Dollar je Unze. Dahinter steckt kein einzelner Auslöser, sondern ein zähes Kräftemessen: Handels- und Geopolitikrisiken stützen die Nachfrage nach „Sicherheitsmetall“, während ein straffer Fed-Kurs den Deckel draufhält. Kann Silber das Niveau um 90 Dollar behaupten?

Rücklauf nach dem Dip

Am Donnerstag war der Preis zeitweise unter 87 US-Dollar gerutscht, nachdem Silber am Mittwoch noch ein Drei-Wochen-Hoch bei 91,3 US-Dollar erreicht hatte. Am Freitag folgte dann die Gegenbewegung: Laut Trading Economics stieg Silber um knapp 2% in Richtung 90 US-Dollar.

Trotz der starken Schwankungen sieht die Wochenbilanz freundlich aus. Trading Economics führt Silber weiter auf Kurs zu einem Wochenplus von über 3%. Auffällig bleibt zudem der größere Trend: Im Jahresvergleich liegt Silber laut Trading Economics rund 182,71% im Plus – ein Hinweis darauf, wie stark sich der Markt in den vergangenen zwölf Monaten verschoben hat.

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Zölle, Nahost, Fed: drei Treiber, ein Patt

Der wichtigste Stützfaktor kommt derzeit aus Washington. Nachdem der US Supreme Court am 20. Februar breite „reciprocal tariffs“ gekippt hatte, schwenkte die Regierung auf einen neuen globalen Zollsatz von 10% nach Section 122 um. Zusätzlich deutete US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer an, dass Zölle für einzelne Länder auf 15% oder mehr steigen könnten – ohne Details zu nennen. Diese Unsicherheit nährt Sorgen um Handelsabkommen und lenkt Kapital in klassische Zufluchtswerte wie Gold und Silber.

Dazu kommt ein geopolitischer Aufschlag aus dem Nahen Osten. Zwar gab es laut Trading Economics am Donnerstag bei der dritten Runde der Atomgespräche zwischen den USA und Iran in Genf Fortschritte und die Fortsetzung der Gespräche für nächste Woche ist vereinbart. Gleichzeitig berichtet Trading Economics von einem deutlichen US-Militäraufbau in der Region sowie Warnungen mehrerer Länder an ihre Bürger, Iran wegen möglicher US-Schläge zu verlassen. Das hält die Absicherungsnachfrage grundsätzlich hoch – auch wenn die Fortschritte am Donnerstag den Preis kurzfristig bremsten.

Auf der Gegenseite steht die US-Geldpolitik. Die PCE-Inflation für Januar lag laut Trading Economics bei 3% und stützt die Erwartung, dass die Fed bei der nächsten Sitzung an ihrem Kurs festhält. In Kombination mit robusten US-Daten stärkt das den US-Dollar und erhöht die Opportunitätskosten für zinslose Anlagen wie Silber. Der Dollarindex lag am Donnerstag laut Trading Economics bei 97,79.

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COMEX-Stichtag und strukturelle Nachfrage

Heute ist zudem der „Last Notice Day“ für COMEX-März-Kontrakte: Halter müssen erklären, ob sie physische Lieferung wollen. Der Quelltext verweist darauf, dass zuletzt eine erhöhte Liefernachfrage beobachtet wurde, verbunden mit Sorgen über die Lücke zwischen Papierpositionen und verfügbarer physischer Ware.

Hinzu kommt die industrielle Komponente, die Silber von reinen „Sicherheitsmetallen“ abhebt. Laut Silver Institute erreichte die globale Silbernachfrage 2024 rund 1,2 Milliarden Unzen, wobei der industrielle Verbrauch um 7% auf 700 Millionen Unzen stieg – getrieben vor allem durch den Photovoltaikbereich. Gleichzeitig besteht laut Quelle seit vier Jahren ein Angebotsdefizit, das die Preise strukturell stützt.

Zum Start in den März richtet sich der Blick laut Quelllage vor allem auf drei Punkte: die Fortsetzung der US-Iran-Gespräche nächste Woche, mögliche Konkretisierungen bei den US-Zollplänen sowie neue Konjunktur- und Inflationsdaten als Signal für den Fed-Kurs. Diese Gemengelage entscheidet, ob Silber sich nahe 90 US-Dollar festsetzen kann oder ob der Gegenwind durch Dollar und Zinsen wieder stärker durchgreift.

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