Silber: Krieg drückt, Defizit stützt

Der Silbermarkt zeigt extreme Schwankungen, getrieben von Zinsängsten durch den Iran-Konflikt und einem anhaltenden strukturellen Angebotsdefizit. Die EZB-Politik bleibt unklar.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Extreme Volatilität um 70 Dollar je Unze
  • Angebotsdefizit stützt den Markt von unten
  • Zinserwartungen belasten unverzinsliches Metall
  • ECB-Sitzung Ende April als nächster Wendepunkt

Der Silberpreis sendet widersprüchliche Signale. Einerseits belastet der anhaltende Iran-Konflikt das Edelmetall durch steigende Zinserwartungen — andererseits stützt ein strukturelles Angebotsdefizit den Markt von unten. Das Ergebnis: extreme Volatilität um die Marke von 70 Dollar pro Unze.

Trumps Fristverlängerung und ihre Grenzen

Auslöser der jüngsten Erholung war eine Ankündigung von US-Präsident Trump: Per Truth-Social-Post verlängerte er die Aussetzung von Angriffen auf iranische Energieanlagen um zehn weitere Tage. Die neue Frist läuft am 6. April ab. Trump erklärte zudem, der Iran habe „den meisten“ der 15 US-Forderungen zugestimmt — Teheran signalisierte jedoch Skepsis und ließ eine unmittelbare Zustimmung offen.

Die Straße von Hormuz bleibt faktisch blockiert. Durch die selektive iranische Blockade fehlen dem Weltmarkt täglich bis zu 20 Millionen Barrel Öl aus Nahost-Quellen. Seit Kriegsbeginn vor fünf Wochen stieg Brent-Rohöl um mehr als 50 Prozent.

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Kontraintuitiver Ausverkauf

Paradoxerweise hat Silber seit seinem Allzeithoch von 121,67 Dollar im Januar fast die Hälfte seines Wertes verloren — einer der heftigsten Einbrüche in der modernen Geschichte des Edelmetalls. Auf dem Tiefpunkt fiel Spot-Silber auf 61,76 Dollar.

Der Mechanismus dahinter: Steigende Energiepreise schüren Inflationssorgen, die wiederum Erwartungen auf Zinserhöhungen wecken. Höhere Zinsen machen unverzinsliche Assets wie Silber weniger attraktiv. Allein am vergangenen Donnerstag verlor das Metall mehr als vier Prozent.

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Die EZB sitzt dabei in der Zwickmühle. Am 19. März ließ sie die Leitzinsen zum sechsten Mal unverändert. Mit Beginn des Iran-Krieges hat sie ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent angehoben — bei gleichzeitig gesenkter Wachstumserwartung von nur noch 0,9 Prozent. Dieses Stagflationsszenario macht klare geldpolitische Signale nahezu unmöglich. Ob die EZB bei ihrer nächsten Sitzung am 30. April einen Zinsschritt beschließt, gilt derzeit als offen.

Strukturelles Defizit als Gegengewicht

Abseits der geopolitischen Turbulenzen liefert die Angebotsseite ein stabilisierendes Argument. Silber befindet sich im fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr. Seit 2021 summiert sich der Angebotsfehlbetrag auf 820 Millionen Unzen — bei einer Minenproduktion, die bei rund 813 Millionen Unzen jährlich stagniert. Die Photovoltaik-Industrie allein verbraucht über 230 Millionen Unzen pro Jahr, Tendenz steigend.

Die Gold-Silber-Ratio liegt aktuell bei rund 66 — nach einem Tief bei 43 hat sie sich erholt und bewegt sich wieder in historisch neutralem Terrain zwischen 65 und 75. Das deutet weder auf eine klare Unterbewertung noch auf Überhitzung hin. Solange der Iran-Konflikt ungelöst bleibt und die EZB-Sitzung am 30. April keine Klarheit bringt, dürfte Silber in diesem Spannungsfeld zwischen Zinsangst und Angebotsknappheit gefangen bleiben.

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