Mehr als 44 Prozent Kursverlust seit dem Allzeithoch bei 121,64 US-Dollar Ende Januar — Silber steckt in einer anhaltenden Schwächephase. Gestern brach der Kurs um über vier US-Dollar ein, heute notiert das Metall bei rund 67,42 US-Dollar pro Unze. Der unmittelbare Auslöser ist klar, die Gegenargumente sind es auch.
Zinsen drücken auf beiden Seiten des Atlantiks
Steigende Anleiherenditen belasten Silber besonders hart. Die US-Notenbank hält an ihrer Prognose einer einzigen Zinssenkung für 2026 fest — noch vor wenigen Wochen hatten die Märkte zwei bis drei Senkungen erwartet. Hartnäckige Inflationsdaten und höhere Ölpreise haben diese Erwartungen zurechtgestutzt.
Gleichzeitig dreht Europa in die entgegengesetzte Richtung: Barclays und J.P. Morgan rechnen mit bis zu drei EZB-Zinserhöhungen um je 25 Basispunkte — im April, Juni und Juli. Auch die Bank of England soll den Märkten zufolge bis Jahresende rund 40 Basispunkte straffen. Für Halter nicht-zinsetragender Metalle steigen damit die Opportunitätskosten auf breiter Front.
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Erschwerend hinzu kommen Margin-Erhöhungen, die Investoren zu Zwangsverkäufen gezwungen haben, sowie ein erstarkender Dollar. Seit den US-israelischen Angriffen auf den Iran gibt Silber nun drei Wochen in Folge nach.
Strukturelles Defizit bleibt bestehen
Das makroökonomische Bild steht in scharfem Kontrast zur physischen Angebotslage. Für 2026 wird ein Marktdefizit von 67 Millionen Unzen erwartet — das sechste Defizitjahr in Folge. Die Gesamtversorgung soll zwar auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt steigen, Minenproduktion und Recycling zusammen reichen jedoch nicht aus, um die Nachfrage zu decken.
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Ein wesentlicher Treiber: Die Photovoltaikindustrie verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen. Neue Minenkapazitäten brauchen typischerweise 10 bis 15 Jahre vom ersten Bohrkern bis zur Produktion — selbst bei hohen Preisen lässt sich das Angebot nicht kurzfristig ausweiten.
Seitwärtsbewegung als wahrscheinlichstes Szenario
Kurzfristig hängt viel an der Ölpreisentwicklung und den US-Renditen. Drehen beide nach unten, könnte eine scharfe Erholung folgen — die reduzierte Positionierung am Markt würde eine solche Bewegung verstärken. Ziehen Ölpreise und Renditen hingegen weiter an, droht eine Fortsetzung des Abwärtsdrucks.
Das wahrscheinlichste Bild für die kommenden Wochen ist eine volatile Seitwärtsbewegung. Solange die Notenbanken mit den inflationären Folgen des Iran-Krieges ringen, dürfte Silber zwischen dem makroökonomischen Gegenwind und dem strukturellen Angebotsdefizit eingeklemmt bleiben — ohne klaren Richtungsimpuls in die eine oder andere Seite.
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