Silber verliert seinen bisherigen Rückenwind. Der Markt muss zwei Signale verarbeiten: Indien bremst Importe, während US-Inflationsdaten Zinshoffnungen dämpfen. Parallel dazu bleiben die physischen Lagerbestände knapp. Das macht den Rücksetzer heikel.
Indien bremst die Nachfrage
Der wichtigste kurzfristige Belastungsfaktor kommt aus Indien. Die Regierung hat einen Edelmetallzoll von 15 Prozent eingeführt. Das Ziel: Die Rupie stützen und Devisenabflüsse begrenzen.
Für Silber ist das relevant, weil Indien viel physisches Metall für Schmuck und Industrie nutzt. Wenn Importe teurer werden, sinkt die Kaufbereitschaft. Händler preisen deshalb schwächere Nachfrage aus Asien ein.
Gold und Silber machten zuletzt fast 11 Prozent der gesamten indischen Importe aus. Die Zollpolitik zielt damit auch auf das Handelsbilanzdefizit. Für den Silberpreis bedeutet das kurzfristig weniger Rückenwind aus dem physischen Markt.
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Knappheit bleibt ein Gegengewicht
Der Preisrückgang passt nur bedingt zur Lage an den Lagerhäusern. An der COMEX lagen die registrierten Silberbestände am 18. Mai bei rund 81,6 Millionen Unzen. Das markiert einen Tiefstand im laufenden Quartal.
Diese Bestände gelten als sofort lieferbar. Wenn sie fallen, spricht das für anhaltende Nachfrage nach physischem Metall. Der Terminmarkt sendet damit ein anderes Signal als der Spotpreis.
Seit Jahresbeginn gingen an der COMEX mehr als 34 Millionen Unzen aus den registrierten Lagern. Das stützt die These eines engen Marktes. Kurzfristig dominieren aber Zins- und Dollarimpulse.
HSBC bleibt optimistisch, warnt aber
HSBC hat die durchschnittliche Silberprognose für 2026 auf 75 US-Dollar je Feinunze angehoben. Zuvor lag die Schätzung bei 68,25 US-Dollar. Die Bank verweist auf die robuste industrielle Nachfrage.
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Allerdings fällt der Blick auf das Jahresende nüchterner aus. HSBC nennt für Ende 2026 ein Ziel von 70 US-Dollar. Das liegt unter dem aktuellen Spot-Niveau.
Der Grund liegt in der Angebotsseite. Das globale Defizit soll von 143 Millionen Unzen auf etwa 73 Millionen Unzen sinken. Mehr Minenproduktion und mehr Recycling könnten den Markt etwas entspannen.
US-Daten stärken den Dollar
Auch die US-Inflation drückt auf Silber. Der Verbraucherpreisindex für April lag bei 3,8 Prozent und damit über den Erwartungen. Damit schwinden die Chancen auf schnelle Zinssenkungen der Fed.
Silber wirft keine laufenden Erträge ab. Hohe Realzinsen machen Anleihen und den Dollar attraktiver. Genau das belastet Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden.
Kurzfristig bleibt Silber damit zwischen zwei Kräften gefangen. Indien dämpft die physische Nachfrage und die Fed-Erwartungen stützen den Dollar. Die knappen COMEX-Bestände verhindern aber, dass der Rücksetzer nur als normales Zinsthema durchgeht.
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