Innerhalb einer Woche hat Silber fast 11 Prozent verloren — und das Bild trübt sich weiter ein. Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat die Zinserwartungen neu justiert und das Edelmetall unter Druck gesetzt. Am Freitag schloss Silber bei 67,96 USD pro Unze, rund 44 Prozent unter dem Januarhoch von 121,78 USD.
Arbeitsmarkt kippt die Stimmung
Der US-Arbeitsmarktbericht für Mai schlug ein wie eine Bombe. Mit 172.000 neu geschaffenen Stellen übertrumpfte die Wirtschaft die Prognose von 85.000 Jobs mehr als doppelt. Das Lohnwachstum blieb mit 3,4 Prozent zwar im Rahmen, doch die Gesamtstärke des Berichts ließ Investoren auf eine Fed-Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis Jahresende spekulieren.
Für Silber ist das Gift. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten eines Metalls, das keine laufenden Erträge abwirft. Der RSI liegt mittlerweile bei 35 — technisch nahe überverkauftem Terrain, aber noch kein klares Kaufsignal.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
China-Schwäche trifft Industrie-Nachfrage
Parallel dazu wächst die Skepsis bei der industriellen Nachfrage. Chinas Solarzubau — ein Schlüsselmarkt für Silber — soll bislang unter dem Vorjahresniveau liegen. Das trifft ein Metall, das seinen Ruf als Industrierohstoff der Energiewende in den vergangenen Jahren teuer erkauft hat.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten liefert indes kein klares Gegengewicht. Zwar nähren Berichte über US-Iran-Gespräche Hoffnungen auf Entspannung — die Hisbollah lehnte einen Waffenstillstandsvorschlag jedoch ab, der iranische Außenminister dämpfte Erwartungen auf Fortschritte. Geopolitische Risiken treiben Inflationserwartungen, was die Geldpolitik weiter verkompliziert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
Strukturelles Defizit als Puffer
Das Bild ist nicht vollständig schwarz. Seit 2021 besteht auf dem Silbermarkt ein strukturelles Angebotsdefizit. Die Commerzbank prognostiziert, dass der Preis bis Ende 2026 wieder auf 80 USD steigen könnte — gestützt durch knappes Angebot und die wachsende Rolle des Metalls in Elektronik, Solar und Digitalisierung.
Kurzfristig dominieren allerdings die Gegenwinde. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 76,37 USD liegt gut elf Prozent über dem aktuellen Kurs — ein Niveau, das Silber erst zurückerobern muss, bevor von einer echten Trendwende gesprochen werden kann.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 6. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

