Fast 35 Prozent unter dem Januarhoch, aber strukturell so knapp wie seit Jahren nicht — Silber steckt in einem klassischen Widerspruch. Die physischen Fundamentaldaten zeigen ein wachsendes Defizit, während Zinspolitik und Geopolitik den Preis kurzfristig belasten.
Konsolidierung nach dem Rekordhoch
Der Silberpreis schloss die vergangene Handelswoche bei 76,41 USD je Unze — ein Tagesplus von 1,21 Prozent, das den Wochenverlust von knapp 6,6 Prozent jedoch nicht annähernd kompensierte. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 116,89 USD Ende Januar hat das Metall mehr als ein Drittel seines Wertes abgegeben. Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von rund 5,7 Prozent — das verdeutlicht, wie heftig der Rücksetzer vom Januargipfel war.
Das Gold-Silber-Verhältnis stabilisiert sich derzeit bei etwa 60:1 bis 61:1, deutlich unter dem historischen Durchschnitt von rund 70:1. Silber hat gegenüber Gold in den vergangenen zwölf Monaten überdurchschnittlich zugelegt — auch wenn davon im aktuellen Kurs wenig zu spüren ist.
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Sechs Jahre Defizit in Folge
Der Mitte April veröffentlichte „World Silver Survey 2026″ des Silver Institute zeichnet ein klares Bild: Für 2026 wird ein Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Unzen erwartet — das sechste Jahr in Folge, in dem die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Besonders brisant ist die Lage bei den Lagerbeständen. Seit 2021 wurden kumuliert rund 762 Millionen Unzen aus den globalen Reserven — vor allem aus den Tresoren der COMEX und der Londoner LBMA — entnommen, um Versorgungslücken zu schließen. Das entspricht nahezu einer gesamten globalen Jahresminenproduktion. Da die Förderung für 2026 stagniert oder leicht rückläufig prognostiziert wird, fehlt dem Markt ein Puffer für Nachfragespitzen.
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FOMC und Makrodaten als nächste Weggabelung
Die kurzfristige Richtung entscheidet sich in dieser Woche. Am 28. und 29. April tagt das Federal Open Market Committee — der Markt erwartet überwiegend eine Beibehaltung des Zinsniveaus bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Entscheidend werden die Aussagen der Fed zu den Inflationserwartungen sein, zumal der US-Verbraucherpreisindex zuletzt bei 3,3 Prozent lag und steigende Anleiherenditen die Opportunitätskosten für unverzinsliche Edelmetalle erhöhen.
Hinzu kommen am Donnerstag die US-BIP-Daten für das erste Quartal sowie der Core PCE, am Freitag folgen Arbeitsmarktdaten. Ein starker Dollar hat die internationale Kaufkraft für Silber zuletzt zusätzlich gedrückt — eine Entspannung auf der Währungsseite könnte den Preis rasch stabilisieren.
Technisch gilt die Zone um 75 USD als erste Verteidigungslinie. Hält sie, rückt ein Angriff auf die 80-USD-Marke wieder in den Bereich des Möglichen. Ein klares Unterschreiten würde den Fokus auf die psychologisch wichtige Unterstützung um 70 USD verschieben — und die Frage aufwerfen, wann die strukturelle Knappheit die kurzfristigen Makrosorgen überstimmt.
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