Rekordnachfrage aus China trifft auf einen starken US-Dollar und geopolitische Ängste. Das drückt den Silberpreis. Am Dienstag fiel die Notierung unter die psychologisch wichtige Marke von 80 US-Dollar. Zur Tagesmitte kostete eine Unze rund 78,73 Dollar.
Starke US-Wirtschaft stützt den Dollar
Ein Auslöser für den Kursrückgang sind robuste US-Konjunkturdaten. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März um 1,7 Prozent. Ökonomen hatten im Vorfeld lediglich ein Plus von 1,4 Prozent erwartet. Auch die wichtige Kontrollgruppe übertraf mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent die Prognosen.
Diese Zahlen stärken den US-Dollar. Ein starker Greenback macht das Edelmetall für Käufer außerhalb der USA teurer. Parallel dazu verfolgen Marktteilnehmer die Anhörung des Fed-Vorsitzkandidaten Kevin Warsh im US-Senat. Eine mögliche Pattsituation im Ausschuss sorgt für Nervosität an den Börsen.
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Frist im Nahen Osten läuft ab
Den Silbermarkt belasten zudem die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Teheran. Die aktuelle zweiwöchige Waffenruhe läuft in der Nacht zum Donnerstag aus. US-Präsident Trump will den Waffenstillstand offenbar nicht verlängern. Bedingung für eine Einigung bleibt ein Ende der Seeblockade an der Straße von Hormus.
Die Meerenge bleibt für den globalen Handel größtenteils geschlossen. Das betrifft etwa 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung. Während Gold seit Ende Februar rund zehn Prozent an Wert verlor, rutschte das Gold-Silber-Ratio am Dienstag auf 60,66 ab. Die Ungewissheit über eine diplomatische Lösung dominiert die Marktstimmung.
Rekordimporte aus China
Fundamentale Daten zeigen indes ein völlig anderes Bild. Chinas Silberimporte erreichten im März 2026 ein Rekordhoch von rund 836 Tonnen. Der Zehn-Jahres-Durchschnitt für diesen Monat liegt bei lediglich 306 Tonnen.
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Dieser massive Importzuwachs stammt vor allem aus dem chinesischen Solarsektor. Analysten sehen hier ein strukturelles Defizit durch die hohe industrielle Nachfrage. Privatkonsumenten halten sich wegen der hohen Preisschwankungen beim Schmuckkauf hingegen zurück.
Charttechnik und Ausblick
Technisch generierte der jüngste Kursrutsch ein kurzfristiges Verkaufssignal. Unterstützung findet die Notierung jetzt im Bereich zwischen 78,00 und 78,10 US-Dollar. Auf der Oberseite blockiert die Marke von 80,60 US-Dollar den Weg nach oben.
Zusätzlicher Druck entsteht durch Verkäufe anderer Zentralbanken. Russland veräußerte seit Jahresbeginn knapp 22 Tonnen Gold, um Haushaltslöcher zu stopfen. Die Folge: Das allgemeine Sentiment im Edelmetallsektor leidet. Die Richtung für die kommenden Tage gibt nun die Politik vor. Bis Mittwochabend Washingtoner Zeit muss eine diplomatische Lösung im US-Iran-Konflikt stehen.
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