Der Silberpreis befindet sich nach einer außergewöhnlichen Aufwärtsbewegung in einem turbulenten Fahrwasser. Nach einem Kursanstieg von rund 146 % im Jahr 2025 und einem Allzeithoch von 121 US-Dollar im Januar brach der Preis innerhalb weniger Tage um knapp 30 % ein. Aktuell notiert Silber (XAG/USD) bei rund 83,79 US-Dollar – noch immer deutlich unter dem Januar-Hoch, aber mit Anzeichen einer Stabilisierung.
Geopolitik und Ölpreis als Belastungsfaktoren
Der eskalierte Konflikt zwischen Iran und Israel dominiert das Marktgeschehen. Einerseits treibt die geopolitische Unsicherheit Investoren in sichere Häfen wie Silber. Andererseits wirkt ein durch die Krise gestärkter US-Dollar als Gegenwind für den Dollar-notierten Rohstoff.
Zusätzlichen Druck erzeugt der Ölpreis, der die Marke von 100 US-Dollar je Barrel überschritten hat. Die blockierte Straße von Hormuz zwingt mehrere Produzenten – darunter Kuwait, Irak und die VAE – zur Drosselung der Förderung. Höhere Energiekosten schüren Inflationssorgen und könnten die US-Notenbank Fed dazu veranlassen, geplante Zinssenkungen weiter nach hinten zu verschieben. Die Märkte preisen derzeit noch zwei Zinssenkungen für 2026 ein, erwarten aber für März eine unveränderte Geldpolitik.
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Der Crash hinter dem Crash
Was den Januar-Einbruch so scharf machte, waren nicht veränderte Fundamentaldaten, sondern Mechanismen im Marktgefüge. Als die CME Group ihre Margin-Anforderungen für COMEX-Silber-Futures um über 15 % anhob, stiegen die Kosten für gehebelte Positionen sprunghaft an. Hochgehebelte Spekulanten mussten entweder Kapital nachschießen oder Positionen sofort glattstellen. Das löste eine Liquidationswelle aus, die Stop-Loss-Orders aktivierte und die Korrektur beschleunigte. Goldman Sachs wertete das Timing der Volatilität als Hinweis auf westliche Kapitalflüsse – nicht auf chinesische Spekulation.
Silbers Rückgang fiel dabei deutlich stärker aus als der von Gold, das von seinem Allzeithoch bei 5.602 US-Dollar nur rund 10 % abgab. Engere Liquiditätsbedingungen am Londoner Markt verstärkten die Kursschwankungen beim Silber zusätzlich.
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Strukturelle Unterstützung bleibt intakt
Trotz der jüngsten Verwerfungen bleibt das fundamentale Bild für Silber konstruktiv. Der globale Markt dürfte sich im sechsten aufeinanderfolgenden Defizitjahr befinden, mit knappem physischem Angebot in London und schrumpfenden Lagerbeständen. Rund 50 bis 55 % der globalen Nachfrage entfällt auf industrielle Anwendungen – von Solarpanelen über Elektronik bis hin zur Automobilindustrie.
J.P. Morgan prognostiziert für 2026 einen durchschnittlichen Silberpreis von rund 81 US-Dollar und sieht bei starken Investorenzuflüssen Potenzial für höhere Notierungen. Auf der Unterseite gilt ein Bruch unter 80 US-Dollar als kritisch – dieser würde Unterstützungszonen in der Mitte der 70er-Dollar-Marke freilegen. Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand bei 90 US-Dollar.
StoneX-Analystin Rhona O’Connell fasste die Lage Anfang März treffend zusammen: Die bullischen Treiber seien nicht verschwunden – der Markt verdaue lediglich eine sehr große Bewegung. Entscheidend für die nächste Richtungsentscheidung werden die US-Inflationsdaten für Februar sein, deren Veröffentlichung in dieser Woche hohe Volatilität erwarten lässt.
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