Rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch vom Januar — und trotzdem hält sich Silber zum Wochenauftakt stabil. Hinter dieser Stabilisierung steckt ein kompliziertes Zusammenspiel aus Geopolitik, ETF-Abflüssen und Geldpolitik.
Trumps Ultimatum rückt in den Fokus
Berichte über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gaben dem Silberpreis zuletzt Auftrieb. Die Aussicht auf eine vorübergehende Deeskalation im Nahen Osten linderte die Risikoaversion am Edelmetallmarkt spürbar.
Allerdings bleibt die Lage angespannt. Teheran hält die Straße von Hormus weiterhin für den internationalen Schiffsverkehr geschlossen. Entscheidender noch: Ein von Donald Trump gesetztes Ultimatum gegenüber der iranischen Führung läuft morgen, Dienstag, ab. Bleibt eine Reaktion Teherans aus oder eskaliert die Situation, dürfte die Unterstützungszone um 72,50 US-Dollar unmittelbar auf den Prüfstand kommen.
ETF-Abflüsse und Zentralbankverkäufe belasten
Unabhängig von der Geopolitik zeigen Investmentdaten ein klares Bild: Der iShares Silver Trust, der weltweit größte physisch hinterlegte Silberfonds, verzeichnete an vier aufeinanderfolgenden Handelstagen Nettoabflüsse von insgesamt knapp 145 Tonnen. Das signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck aus dem institutionellen Lager.
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Zusätzlich belasteten großangelegte Goldverkäufe der türkischen Zentralbank den gesamten Edelmetallsektor. Die dadurch gestiegene Angebotsmenge erfasste auch den Silberpreis.
Geldpolitik als struktureller Gegenwind
Die hohen Energiepreise — selbst eine Folge der anhaltenden Konflikte — halten den Inflationsdruck hoch und verengen den Spielraum der Federal Reserve für baldige Zinssenkungen. Für ein unverzinstes Edelmetall wie Silber bedeutet ein länger straffes Zinsumfeld strukturellen Gegenwind.
Die industrielle Nachfrage aus dem Bereich erneuerbare Energien und Elektromobilität gilt weiterhin als robust. Kurzfristig dominiert jedoch die makroökonomische Unsicherheit — und ein erstarkender US-Dollar, der als sicherer Hafen gesucht wird, könnte eine nachhaltige Erholung von aktuell rund 73,50 US-Dollar je Feinunze vorerst bremsen.
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