Ein rasanter Kursanstieg trifft auf strafrechtliche Ermittlungen und verschobene Bilanzen. Bei Sivers Semiconductors verdichten sich die Ereignisse zu einer kritischen Phase. Nach einer monatelangen Rallye steht das schwedische Photonik-Unternehmen nun unter intensiver Beobachtung.
Frisches Kapital und neue Aufträge
Am Montag stimmen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine gezielte Aktienemission ab. Das Management plant, rund 125 Millionen Schwedische Kronen einzusammeln. Dafür sollen 8,62 Millionen neue Papiere zu je 14,50 Kronen ausgegeben werden.
Institutionelle Investoren wie DNB und Storebrand haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Die Verwässerung für bestehende Anteilseigner liegt bei etwa 2,5 Prozent. CEO Vickram Vathulya will die Mittel in die Produktentwicklung und den Vertrieb stecken.
Parallel dazu meldet das Unternehmen operative Fortschritte. Ein neuer Vertrag mit dem US-Kunden Tachyon Networks erweitert die bestehende Partnerschaft. Der 1,5-Millionen-Dollar-Deal zielt auf den Markt für feste drahtlose Zugänge ab. Sivers liefert dafür kombinierte Transceiver-Lösungen.
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Ermittlungen und verschobene Zahlen
Abseits des operativen Geschäfts sorgt die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität für Unruhe. Ein Staatsanwalt prüft einen möglichen Insiderhandel. Konkret geht es um durchgesickerte Informationen zu einem geplanten Zweitlisting an der Nasdaq in New York.
Genau diese US-Börsenpläne wirbeln nun den Finanzkalender durcheinander. Sivers verschiebt die Veröffentlichung des Jahresberichts 2025 auf Mitte Mai. Die Wirtschaftsprüfer benötigen mehr Zeit. Sie müssen die Bilanzen an die strengeren US-Standards des PCAOB anpassen.
Kein Wunder, dass der Markt nervös reagiert. Am Freitag brach die Aktie in Stockholm um über 12 Prozent auf 43,52 Kronen ein. Zuvor hatte das Papier den weltweiten Aktienindex in sechs Monaten massiv übertroffen.
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Hohe Bewertung lockt Shortseller
Die fundamentale Lage zeigt ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um knapp 33 Prozent auf rund 361 Millionen Kronen. Derweil weitete sich der Verlust deutlich auf 186,5 Millionen Kronen aus.
Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 31 wird die Aktie weit über dem Branchenschnitt gehandelt. Das ruft Leerverkäufer auf den Plan. Voleon Capital Management meldete kürzlich eine Netto-Leerverkaufsposition von über 0,5 Prozent. Insgesamt sind mehr als sechs Prozent der ausstehenden Aktien leerverkauft.
Die kommenden Tage liefern harte Fakten. Nach der Abstimmung am 11. Mai folgt der testierte Jahresbericht am 15. Mai. Fünf Tage später präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Termine zwingen das Unternehmen, seine hohe Bewertung mit konkreten Zahlen zu untermauern.
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