Ambitionierte US-Börsenpläne treiben die Fantasie bei Sivers Semiconductors. Der schwedische Halbleiter-Spezialist erlebt an der Börse eine historische Rallye, muss nun aber operative Substanz liefern. Ein dichter Kalender voller Hürden, eine geplante Kapitalerhöhung und behördliche Ermittlungen sorgen für ein komplexes Spannungsfeld.
Frisches Kapital für den Sprung in die USA
Am 11. Mai stimmen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine gezielte Kapitalmaßnahme ab. Der Vorstand will rund 125 Millionen Schwedische Kronen (SEK) bei institutionellen Investoren einsammeln. Geplant ist die Ausgabe neuer Papiere zu einem Preis von 14,50 SEK.
Die Finanzspritze ist eng mit der strategischen Neuausrichtung verknüpft. Sivers prüft ein Zweitlisting an der Nasdaq in New York, um den Zugang zu US-Technologieinvestoren zu erleichtern. Der Hauptsitz in Schweden soll dabei erhalten bleiben.
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Verspätete Zahlen und juristischer Gegenwind
Die Vorbereitungen für die USA greifen bereits massiv in den Zeitplan ein. Weil die Bilanzen an die strengeren Standards der US-Aufsicht PCAOB angepasst werden müssen, verschiebt sich der Geschäftsbericht auf den 15. Mai. Die Quartalszahlen folgen kurz darauf am 20. Mai. Laut Management haben mögliche bilanzielle Anpassungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage.
Parallel dazu sorgt die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität für juristische Unsicherheit. Ermittler prüfen den Verdacht auf Insiderhandel im Vorfeld der Ankündigung der US-Börsenpläne im April. Ein Staatsanwalt geht der Frage nach, ob vertrauliche Informationen vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangten.
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Extreme Bewertung trifft auf harte Konkurrenz
Operativ wächst Sivers, schreibt aber weiterhin rote Zahlen. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um ein Viertel auf gut 304 Millionen SEK. Unter dem Strich stand ein Verlust von 186,5 Millionen SEK.
An der Börse wird das Unternehmen derweil wie ein zukünftiger Marktführer gehandelt. Nach einem Kursanstieg von über 1.200 Prozent seit Januar liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 31. Branchenkollegen kommen im Schnitt auf einen Wert von 17,5.
Der Wettbewerb im Bereich der optischen Verbindungstechnologie ist enorm kapitalintensiv. Branchenriese Nvidia investierte kürzlich Milliardenbeträge in die Sivers-Konkurrenten Lumentum und Coherent. Um in diesem Umfeld zu bestehen, verwies CEO Vickram Vathulya zuletzt auf eine gewachsene Projektpipeline im Wert von 453 Millionen US-Dollar. Die anstehenden Quartalszahlen am 20. Mai müssen nun konkrete Fortschritte bei diesen Aufträgen belegen, um das aktuelle Bewertungsniveau zu rechtfertigen.
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