SK Hynix: 192GB SOCAMM2 in Massenfertigung

SK Hynix startet Massenproduktion eines KI-Moduls für Nvidia und treibt das geplante US-Listing voran, das jedoch auf Widerstand in Südkorea stößt.

SK Hynix Aktie
Kurz & knapp:
  • Massenproduktion des SOCAMM2-Moduls gestartet
  • Neuer Speicher für Nvidias Vera-Rubin-Plattform
  • US-Listing zwischen Juni und Juli geplant
  • Kritik an Aktienverwässerung durch Aktionärsvertreter

SK Hynix treibt seine Expansion auf zwei Kontinenten voran. Während der südkoreanische Speicherchip-Gigant die Massenproduktion eines neuen KI-Moduls startet, rückt das geplante US-Listing in greifbare Nähe. Der Schritt nach New York soll Milliarden in die Kassen spülen, sorgt in der Heimat allerdings für massiven Widerstand.

Kapitalbedarf trifft auf Aktionärsfrust

Das Management peilt für die Ausgabe der American Depositary Receipts (ADR) ein Zeitfenster zwischen Juni und Juli an. Ursprünglich wollte SK Hynix dafür bestehende eigene Aktien nutzen. Rechtliche Bedenken erzwangen eine Planänderung. Nun beabsichtigt der Konzern, neue Papiere im Umfang von 2,4 Prozent des aktuellen Grundkapitals auszugeben.

Das Korea Corporate Governance Forum lehnt diese Verwässerung strikt ab. Die Interessenvertretung verweist auf den starken Cashflow des Unternehmens und fordert stattdessen ein Aktienrückkaufprogramm. Der Großaktionär SK Square verkompliziert die Situation zusätzlich. Dieser hält rund 20 Prozent der Anteile und muss diese Schwelle nach südkoreanischem Recht zwingend beibehalten.

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Neue Speichergeneration für Nvidia

Parallel zu den Finanzierungsplänen liefert der Konzern operative Neuigkeiten. SK Hynix hat die Massenproduktion des Speichermoduls SOCAMM2 gestartet. Die 192-Gigabyte-Komponente basiert auf einem fortschrittlichen 10-Nanometer-Verfahren. Sie adaptiert stromsparenden Speicher, der bisher vor allem in Smartphones steckte, für den Einsatz in Servern.

Das Modul ist passgenau für Nvidias kommende Vera-Rubin-Plattform konzipiert. Gegenüber herkömmlichen RDIMM-Lösungen verspricht der Hersteller eine verdoppelte Bandbreite und eine um 75 Prozent verbesserte Energieeffizienz. In diesem lukrativen Segment positioniert sich SK Hynix direkt gegen Micron und Samsung. Micron verschickt bereits seit März erste Muster an Kunden.

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Teure Aufholjagd

Die Aktie spiegelt den KI-Boom wider und legte im laufenden Jahr bereits um 88 Prozent zu. Das Papier notiert nahe dem Allzeithoch. Marktbeobachter sehen in dem US-Listing einen strategischen Hebel, um die Bewertungslücke zu amerikanischen Konkurrenten zu schließen. Eine Aufnahme in den Philadelphia Semiconductor Index (SOX) würde passive Indexfonds zum Kauf zwingen und strukturelle Nachfrage schaffen.

Trotz liquider Mittel von umgerechnet rund 24 Milliarden US-Dollar bleibt der Kapitalhunger enorm. Allein für die erste Fabrik in einem neuen Halbleiter-Cluster in der Provinz Gyeonggi plant SK Hynix bis 2030 Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe. Die endgültige Entscheidung über den Gang an die Wall Street fällt voraussichtlich Mitte des Jahres, sobald die US-Börsenaufsicht die Unterlagen geprüft hat.

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