SK Hynix: 37,61 Billionen Won Operating Profit

SK Hynix erzielt dank KI-Chip-Fokus und DRAM-Mangel eine operative Rekordmarge von 72 Prozent. Die Aktie steigt, doch Großanleger kaufen die Holding.

SK Hynix Aktie
Kurz & knapp:
  • Operative Marge von 72 Prozent
  • DRAM-Preise steigen drastisch
  • Pensionsfonds setzen auf Holding
  • Endkundenpreise für Elektronik steigen

72 Prozent operative Marge. Das ist ein Wert, den sonst nur Software-Giganten erreichen. SK Hynix liefert im ersten Quartal 2026 Zahlen, die den gesamten Speichermarkt auf den Kopf stellen. Der Fokus auf KI-Chips löst eine Kettenreaktion aus.

Der Umsatz schoss im Jahresvergleich um 198 Prozent auf 52,58 Billionen Won nach oben. Der operative Gewinn stieg zeitgleich um 405 Prozent.

Der Grund für diese Zahlen liegt in der Produktion. SK Hynix widmet einen Großteil seiner Kapazitäten den begehrten High Bandwidth Memory (HBM) Chips für Künstliche Intelligenz. Die Folge: Ein massiver Mangel an herkömmlichen DRAM-Speichern. Laut den Analysten von TrendForce steigen die DRAM-Preise im zweiten Quartal voraussichtlich um bis zu 63 Prozent.

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Flucht in die Holding

An der Börse honorierten Anleger diese Entwicklung. Die Aktie kratzt aktuell bei 1.300.000 Won an ihrem neuen 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mit einem Plus von 92 Prozent fast verdoppelt.

Südkoreanische Pensionsfonds traten zuletzt trotzdem als Verkäufer auf. Das liegt an strengen Vorgaben. Die sogenannte 10-Prozent-Regel verbietet ein zu hohes Gewicht einzelner Papiere im Portfolio. Die Fonds schichten ihr Kapital deshalb um. Sie kaufen Aktien der Holdinggesellschaft SK Square.

Diese hält rund 20 Prozent an SK Hynix. In nur zehn Tagen flossen fast 100 Milliarden Won in die Papiere der Holding. Analysten sehen eine Korrelation von 98 Prozent zwischen beiden Aktien. So bleiben Großinvestoren im Halbleiter-Boom investiert.

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Teure Technik, unruhige Belegschaft

Der Speichermangel trifft nun die Endkunden. Der Netzwerkausrüster Ubiquiti verlangt bereits einen Speicher-Aufschlag auf ausgewählte Produkte. Branchenexperten rechnen damit, dass Smartphones und Laptops im Jahresverlauf spürbar teurer werden. Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent stehen im Raum. Hersteller wie Lenovo und Xiaomi füllen aktuell aggressiv ihre Lager.

Parallel dazu wächst der interne Druck. Subunternehmer am Standort Cheongju fordern Leistungsprämien und direkte Verhandlungen mit dem Mutterkonzern. Für Ende April sind weitere Proteste angesetzt. Auch bei Samsung Electronics drohen im Mai Streiks.

Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. SK-Group-Chef Chey Tae-won rechnet mit einer anhaltenden Versorgungslücke bis ins Jahr 2030. Geplante Fabrik-Erweiterungen reichen aktuell nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Analysten passen ihre Modelle entsprechend an. Nomura ruft ein neues Kursziel von 2,34 Millionen Won aus, Mirae Asset peilt 2 Millionen Won an.

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