SK Hynix Aktie: 1.932.000 Won Rekordhoch

Die Aktie von SK Hynix erreicht ein neues Allzeithoch, getrieben durch die extreme Nachfrage nach HBM-Speicher für KI-Anwendungen und steigende Preise.

SK Hynix Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie steigt auf Rekordhoch
  • HBM-Kapazitäten vollständig ausgelastet
  • Preise für HBM3E um 20% erhöht
  • Operative Marge soll auf 75% steigen

SK Hynix erlebt den seltenen Moment, in dem operative Knappheit und Börsenfantasie fast deckungsgleich laufen. Am Montag markierte die Aktie in Seoul ein Rekordhoch, getrieben von der Jagd auf HBM-Speicher für KI-Beschleuniger. Der Kern ist simpel: Die Nachfrage ist da. Die Kapazität kaum noch.

HBM-Mangel treibt den Kurs

Im frühen Handel sprang der Kurs um bis zu 13 Prozent und erreichte 1.932.000 Won. Seit Jahresanfang summiert sich das Plus auf rund 185 Prozent.

In den vergangenen 30 Tagen gewann die Aktie 88 Prozent. Diese Beschleunigung passt zur HBM-Lage: Kunden sichern sich Ware, bevor sie knapp wird. Ausländische Investoren kauften zuletzt auffällig zu.

Am Markt kursieren Berichte, dass die verfügbaren Kapazitäten praktisch vergeben sind. Für SK Hynix ist das ein starker Hebel. Wer knappe Hochleistungsspeicher liefert, verhandelt aus einer Position der Stärke.

Preise rauf, Warteliste länger

HBM ist ein Schlüsselbaustein für KI-Beschleuniger und damit für große Rechenzentren. Bei Chips der fünften Generation HBM3E soll SK Hynix die Preise für Lieferungen 2026 um rund 20 Prozent erhöht haben.

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Die aktuelle Versorgung für 2025 und 2026 gilt als vollständig zugeteilt. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Enge bis 2027 anhält. Das ist keine normale Zyklik, sondern ein Engpass mit Preismacht.

Morningstar traut SK Hynix deshalb eine operative Marge von 75,7 Prozent im Jahr 2026 zu. Im Vorjahr lag sie bei 48,6 Prozent. Für einen Speicherhersteller wäre das ein außergewöhnlich hohes Niveau.

Auch die Dividende könnte stark steigen. Morningstar erwartet für 2026 eine Ausschüttung von 15.000 Won je Aktie. Im Vorjahr waren es 3.000 Won.

SK Securities geht noch einen Schritt weiter. Das Haus nennt ein Kursziel von 3.000.000 Won und verweist auf einen Halbleiter-Superzyklus. Höhere Bewertungsmultiplikatoren sollen den Kurs zusätzlich stützen.

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Zahlen liefern Rückenwind

Das erste Quartal lieferte bereits einen Vorgeschmack. Der operative Gewinn lag bei 37,61 Billionen Won, die Marge bei 72 Prozent.

Auch die Bilanz sieht robuster aus. Die Nettoliquidität stieg auf 35 Billionen Won, während die Gesamtverschuldung auf 19,3 Billionen Won sank.

Auf Basis der nächsten zwölf Monate liegt das erwartete KGV dennoch nur bei etwa 5,2. Operative Jahresgewinne könnten laut Prognosen über 250 Billionen Won liegen. Genau diese Lücke zwischen Kursanstieg und Gewinnsprung nährt die Neubewertung.

Um die Führung zu halten, will SK Hynix die Investitionen deutlich hochfahren. Das Geld fließt vor allem in die Massenproduktion von HBM4 und in NAND mit 321 Schichten. Das Ziel: mehr Kapazität dort, wo Kunden am dringendsten zahlen.

Der Rekordkurs lebt damit nicht nur von KI-Euphorie, sondern von knapper Ware und steigenden Preisen. Ab hier zählt die Umsetzung: HBM4 muss schnell in Serie gehen, ohne die Margen zu verwässern. Gelingt das, stützt die Lieferlage die hohen Gewinne. Verzögert sich der Ausbau, wird der extreme Lauf schwerer zu rechtfertigen.

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