Der KI-Speicherboom kennt offenbar keine Pause. Ein starker Quartalsbericht des US-Konkurrenten Micron Technology befeuert den asiatischen Halbleitermarkt. Davon profitiert besonders ein südkoreanischer Chip-Gigant.

Die Folge: ein massiver Kurssprung. Die Papiere von SK Hynix schossen am Donnerstag um 13,06 Prozent nach oben. Der Kurs erreichte 2.917.000 Südkoreanische Won. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf rund 330 Prozent.

Micron liefert die Vorlage

Der direkte Auslöser für dieses Kursfeuerwerk kam aus den USA. Micron meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar. Das entspricht fast einer Verdopplung zum Vorquartal.

Für das nächste Vierteljahr rechnet das US-Unternehmen mit rund 50 Milliarden Dollar Umsatz. Diese Prognose stärkt das Vertrauen der Investoren massiv. Die Nachfrage nach Rechenzentren und KI-Speichern übersteigt das Angebot weiterhin deutlich.

KI-Speicher bleiben knapp

Micron liefert bereits große Mengen der neuen Speicherchips aus. Die Massenproduktion der nächsten Generation startet voraussichtlich 2027. Diese Entwicklung strahlt direkt auf SK Hynix ab. Die Südkoreaner bedienen genau dieses Segment der Hochleistungsspeicher für KI-Beschleuniger.

Der südkoreanische Leitindex KOSPI kletterte im Zuge dieser Halbleiter-Rally um 5,4 Prozent. SK Hynix und Samsung Electronics treiben den Markt an. Sie machen zusammen mehr als die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index aus.

Hohe Erwartungen

Die jüngste Kursbewegung zeigt ein klares Bild. Investoren werten die starken US-Zahlen als Bestätigung für den gesamten Sektor. Nun muss SK Hynix bei den eigenen Quartalszahlen nachziehen. Der Markt erwartet ähnlich volle Auftragsbücher und stabile Margen.