15 Prozent an einem einzigen Handelstag. Bei SK Hynix jagen Anleger die Kurse aggressiv nach oben. Der südkoreanische Chip-Gigant zementiert seine Rolle im KI-Zeitalter. Ein neuer Pakt mit Nvidia liefert den Treibstoff für diese Rallye.

Neue Maschinen für den KI-Boom

Die beiden Unternehmen bauen ihre Zusammenarbeit massiv aus. SK Hynix integriert künftig Nvidias Software-Werkzeuge direkt in die eigene Chip-Entwicklung. Dazu zählen spezielle Simulationsprogramme und sogenannte digitale Zwillinge. Das Ziel: Die Produktion der nächsten Speicher-Generation soll deutlich schneller laufen. Nvidia-Chef Jensen Huang befeuerte die Stimmung zusätzlich. Bei einem Besuch in Seoul nannte er die jüngsten Marktschwankungen eine klare Kaufgelegenheit.

Parallel dazu rüstet SK Hynix seine Fabriken auf. Der Konzern bestellt für umgerechnet rund 28 Millionen US-Dollar neue Produktionsanlagen bei Hanmi Semiconductor. Diese Maschinen fertigen die sechste Generation der High-Bandwidth-Memory-Chips. Genau diese HBM4-Speicherbausteine benötigt Nvidia für seine kommende Vera-Rubin-Plattform. Bis Anfang September 2026 sollen die Anlagen im Werk Cheongju laufen.

Milliarden für die Infrastruktur

Auch die Zulieferer ziehen mit. Der Industriegase-Konzern Air Liquide investiert knapp 200 Millionen Euro in Südkorea. Das Unternehmen baut eine neue Anlage zur Stickstoffproduktion. Diese versorgt ab Ende 2027 exklusiv das neue Verpackungszentrum von SK Hynix. Der Chip-Hersteller plant derweil weitere Fabriken. Da der Raum um Seoul knapp wird, lockt die Regierung mit hohen Subventionen für neue Standorte.

Die Börse honoriert diesen Expansionskurs. Am Dienstag schoss die Aktie auf 2.215.000 Won nach oben. Damit erholte sich das Papier rasant von einem kurzen Markteinbruch am Vortag. Seit Jahresbeginn steht nun ein massives Plus von 227 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Kurs notiert damit weit über seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Der Weg für weiteres Wachstum ist geebnet. SK Hynix baut seine Produktionskapazitäten bis 2034 mit vier neuen Fabriken massiv aus. Die erste neue Anlage in Yongin geht bereits Anfang 2027 ans Netz. Solange Nvidia den KI-Takt vorgibt, bleibt der südkoreanische Zulieferer ein zentraler Profiteur dieses Booms.