Der südkoreanische Chip-Gigant SK Hynix macht ernst. Das Unternehmen strebt an die US-Technologiebörse Nasdaq und will dort frisches Kapital einsammeln. Dabei geht es um gigantische Summen. Der Konzern rechnet mit Einnahmen von bis zu 29 Milliarden US-Dollar.

Dafür startet das Unternehmen heute den Verkauf von sogenannten American Depository Receipts. Zehn dieser Zertifikate verbriefen eine Stammaktie. Insgesamt wirft SK Hynix knapp 18 Millionen neue Anteile auf den Markt. Die Maßnahme soll die Bewertungslücke zu US-Konkurrenten schließen. Internationale Investoren erhalten so einen direkten Zugang.

Frisches Geld für den KI-Boom

Die geplanten Einnahmen fließen direkt in den Ausbau der Produktionskapazitäten. SK Hynix baut neue Chip-Fabriken in Südkorea. Parallel dazu schafft der Konzern extrem teure EUV-Belichtungsanlagen an. Das Ziel: Die gewaltige Nachfrage nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz bedienen.

Bereits vergangene Woche kündigte das Management Investitionen von 64 Milliarden Dollar an. Der Schritt stützt eine nationale Industriestrategie. Südkorea fördert den Halbleitersektor mit einem massiven Investitionsprogramm. SK Hynix spielt dabei neben Samsung die Hauptrolle.

Starke Zahlen, schwankender Kurs

Das Geschäft mit sogenannten HBM-Chips boomt. Diese Bauteile sind entscheidend für KI-Systeme von Nvidia oder Google. Das erste Quartal lieferte historische Rekorde. Der Nettogewinn übertraf mit 26 Milliarden Dollar den gesamten Jahresumsatz von 2023. Der Umsatz verdreifachte sich fast.

Die Aktie verliert heute zwar über drei Prozent auf 2.343.000 Won. Auf das bisherige Gesamtjahr gesehen beläuft sich das Plus aber auf beachtliche 246 Prozent.

Der Fahrplan für die laufende Woche ist fixiert. Das Management legt den endgültigen Ausgabepreis am Donnerstag fest. Am Freitag feiert SK Hynix dann sein Debüt an der Nasdaq.