Ein geopolitisches Aufatmen treibt die asiatischen Märkte an. Mitten in diesem Aufschwung glänzt ein südkoreanischer Chip-Gigant. SK Hynix profitiert massiv von der sinkenden Risikoscheu der Investoren.

Geopolitische Entspannung treibt Kurse

Der Auslöser für den Kurssprung liegt nicht im Unternehmen selbst. Ein vorläufiges Abkommen zwischen den USA und Iran beruhigt die Märkte. Anleger hoffen auf ein Ende des Nahostkriegs. Das drückt die Ölpreise und lindert die Inflationssorgen spürbar.

Südkoreas Leitindex KOSPI kletterte daraufhin auf den höchsten Stand seit Anfang Juni. Ausländische Investoren pumpten an einem einzigen Tag netto rund 1,4 Billionen Won in den südkoreanischen Aktienmarkt. Parallel dazu gaben die lokalen Anleiherenditen nach.

KI-Fantasie zieht Kapital an

SK Hynix übertraf diese Marktbewegung deutlich. Die Aktie schloss am Dienstag mit einem Plus von 4,11 Prozent bei 2.382.000 Won. Zum Vergleich: Der Konkurrent Samsung Electronics legte nur um knapp zwei Prozent zu.

Internationale Anleger suchen gezielt nach liquiden Technologiewerten. SK Hynix gilt als zentrales Investment für den globalen KI- und Speicherchip-Zyklus. Sinkt das geopolitische Risiko, greifen Käufer hier zuerst zu.

Dicht am Jahreshoch

Diese Dynamik katapultiert das Papier in die Nähe seines jüngsten Höchststands. Aktuell fehlt nur rund ein Prozent bis zum 52-Wochen-Hoch von 2.407.000 Won. Die bisherige Jahresbilanz fällt extrem stark aus. Seit Januar verbucht der Titel einen Gewinn von über 250 Prozent.

Auch der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten ist gewaltig. Der Kurs notiert satte 46 Prozent über seiner 50-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von 65 signalisiert starkes Momentum. Die Aktie wirkt dabei noch nicht extrem überkauft.

Das Signal an den Märkten ist eindeutig. Solange ausländisches Kapital nach Südkorea fließt, bleibt das Umfeld für Technologiewerte günstig. Fällt das Jahreshoch bei 2.407.000 Won, öffnet sich charttechnisch direkt weiteres Potenzial für den Speicherchip-Spezialisten.