Rekordgewinne im operativen Geschäft treffen auf plötzliche Kursverluste. SK Hynix dominiert den globalen Markt für KI-Speicherchips und treibt den südkoreanischen Leitindex in nie gekannte Höhen. Am Freitag holte die Schwerkraft den Highflyer ein.
Die Aktie rutschte zum Wochenschluss um 7,66 Prozent auf 1.819.000 Won ab. Marktbeobachter werten diesen Rücksetzer als klassische Gewinnmitnahmen nach einer monatelangen Rally.
Trotz des Dämpfers beläuft sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf fast 169 Prozent. Der Titel notiert weiterhin rund 56 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Das weckt Begehrlichkeiten bei Spekulanten. Der in Hongkong gelistete SK Hynix 2x Long ETF verwaltet mittlerweile fast 60 Milliarden Hongkong-Dollar. Er ist damit der weltweit größte gehebelte Einzelaktien-ETF.
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Das Paradox der ausländischen Investoren
Hinter den Kulissen verschiebt sich die Aktionärsstruktur spürbar. Ausländische Investoren haben seit vergangenem November netto rund 80 Billionen Won aus dem KOSPI abgezogen. Wegen der massiven Kursgewinne von SK Hynix stieg ihr nach Marktkapitalisierung gewichteter Anteil am Index paradoxerweise von 31 auf 38 Prozent.
Analysten von Daishin Securities sehen in den jüngsten Verkäufen kein fundamentales Misstrauen. Vielmehr schichten Großanleger ihre Portfolios um und realisieren Gewinne. Aktuell bündeln SK Hynix und Samsung Electronics fast 64 Prozent aller ausländischen KOSPI-Investments auf sich.
Preismacht im KI-Superzyklus
Operativ surft der Konzern auf dem sogenannten Speicher-Superzyklus. Allein Anfang Mai kletterten die südkoreanischen Exportpreise für DRAM-Chips um 35 Prozent. Bei NAND-Speichern betrug der Aufschlag 47 Prozent.
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Treiber dieser Entwicklung ist ein struktureller Engpass bei High Bandwidth Memory (HBM). Diese Spezialchips sind für KI-Rechenzentren unverzichtbar. SK Hynix kontrolliert hier 52 Prozent des Weltmarktes. Das schlägt sich in einer operativen Marge von 72 Prozent im ersten Quartal nieder— ein Beleg für die enorme Preismacht des Unternehmens.
Prognosen schießen nach oben
Die fundamentale Stärke zwingt Analysten zur Anpassung ihrer Modelle. KB Securities hob das KOSPI-Ziel für das laufende Jahr auf 10.500 Punkte an. Die Experten kalkulieren für Samsung und SK Hynix heuer mit einem kombinierten operativen Gewinn von 630 Billionen Won.
Für das kommende Jahr rechnet die Bank mit einem Anstieg auf über 900 Billionen Won. Solange der Ausbau der globalen KI-Infrastruktur dieses Tempo beibehält, dürfte die hohe Konzentration auf südkoreanische Halbleiterwerte anhalten. Kurzfristige technische Korrekturen bleiben bei einem RSI von knapp 69 allerdings ein ständiger Begleiter.
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