KI-Nachfrage treibt SK Hynix weiter an, aber der Markt ist nervös geworden. Die Aktie hat sich am Mittwoch stabilisiert, obwohl Gewinnmitnahmen und ein Arbeitskonflikt Druck machen. Der nächste Impuls dürfte aus den USA kommen: Nvidia legt nach Börsenschluss Zahlen vor.
Nvidia wird zum Taktgeber
Für SK Hynix geht es dabei nicht nur um einen wichtigen Kunden. Der südkoreanische Speicherhersteller liefert zentrale HBM-Komponenten für Nvidias aktuelle GPU-Plattformen, darunter HBM3E und HBM4. Jede Aussage zur Nachfrage nach KI-Beschleunigern wirkt damit direkt auf die Erwartungen an den Speicherzyklus.
Der Markt rechnet mit einem starken Umfeld. KB Securities schätzt, dass SK Hynix im laufenden zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 70 Billionen Won erreichen könnte. Das wäre ein Anstieg um 660 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Grund liegt in der Preisentwicklung. Bei DRAM erwartet das Haus im Jahresverlauf einen Preissprung von 194 Prozent, bei NAND von 244 Prozent. Solche Prognosen erklären, warum die Aktie trotz jüngster Schwäche weit über ihren längerfristigen Durchschnittswerten notiert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
Kurs hält, Stimmung kippt
Am Mittwoch schloss SK Hynix bei 1.745.000 Won und damit unverändert zum Vortag. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 11,69 Prozent, seit Jahresbeginn bleibt aber ein Plus von 157,75 Prozent. Das ist der Kern der aktuellen Gemengelage: kurzfristig wacklig, strukturell stark.
Besonders auffällig ist die Spaltung der Marktteilnehmer. Ausländische Investoren verkauften zehn Handelstage in Folge und gaben dabei Aktien im Wert von rund 17,3 Billionen Won ab. Privatanleger kauften im selben Zeitraum nahezu die gleiche Größenordnung.
Das spricht weniger für eine Abkehr von der KI-Story als für Gewinnmitnahmen nach einer extremen Rally. Die hohe Schwankungsbreite zeigt aber, wie schnell Erwartungen umgepreist werden, sobald Nvidia oder der Speicherpreiszyklus Zweifel auslösen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
Arbeitskonflikt bleibt ein Störfaktor
Neben der Markteuphorie wächst der Druck von Beschäftigten im Umfeld des Konzerns. Die Gewerkschaft des Logistikpartners P&S Logis hat einen formalen Schritt in Richtung rechtlicher Auseinandersetzung eingeleitet. Grundlage ist auch das sogenannte Yellow-Envelope-Gesetz, das seit März 2026 die Haftung von Auftraggebern gegenüber Subunternehmer-Gewerkschaften ausweitet.
Im Zentrum steht die Verteilung von Leistungsprämien nach einem Rekordgewinn. Während Beschäftigte der Zentrale hohe erfolgsabhängige Zahlungen erhielten, lagen die Boni für Subunternehmer offenbar bei 5 bis 6 Millionen Won. Für SK Hynix ist das bislang kein operatives Kernthema, kann aber die innenpolitische Debatte um die Gewinne der KI-Lieferkette verschärfen.
Analysten bleiben dennoch offensiv. Korea Investment & Securities hob das Kursziel auf 3,8 Millionen Won an, nach zuvor 2,05 Millionen Won, und verweist auf eine strukturell stärkere Speichernachfrage durch KI-Infrastruktur. KB Securities sieht den fairen Wert bei 3 Millionen Won und argumentiert mit knappen Kapazitäten, da neue Produktionslinien erst nach 2027 voll greifen dürften.
Am Abend entscheidet Nvidias Ausblick darüber, ob die HBM-Erwartungen neuen Rückenwind bekommen oder ob die jüngsten Gewinnmitnahmen weiterlaufen. Für SK Hynix zählt vor allem ein Detail: Wie stark Nvidia die Nachfrage nach seinen nächsten KI-Plattformen beschreibt.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

