Ein Kursplus von 171 Prozent seit Jahresbeginn, ein frisches Allzeithoch — und jetzt eine neue Frage, die Analysten beschäftigt. Wie viel von SK Hynix‘ Rekordgewinnen landet bei den Mitarbeitern, und was bedeutet das für die Margen?
Quartalszahlen auf historischem Niveau
Das erste Quartal 2026 war für SK Hynix schlicht außergewöhnlich. Der Umsatz überstieg erstmals die Marke von 50 Billionen Won pro Quartal. Das operative Ergebnis lag bei 37,6 Billionen Won — mit einer operativen Marge von 72 Prozent, einem neuen Rekord.
Die Bilanz ist ebenso bemerkenswert. SK Hynix hält liquide Mittel von 54,3 Billionen Won, während die Verbindlichkeiten auf 19,3 Billionen Won gesunken sind. Unter dem Strich steht eine Nettocashposition von rund 35 Billionen Won.
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Analysten erhöhen die Kursziele
Die Zahlen haben eine Welle von Hochstufungen ausgelöst. UBS hob das Kursziel am 11. Mai auf 1,7 Millionen Won an und erhöhte die Gewinnprognosen für 2026 und 2027 um 22 beziehungsweise 29 Prozent. UBS spricht von einem Speicher-Superzyklus, wie er seit fast 30 Jahren nicht mehr zu beobachten war. LS Securities geht noch weiter und sieht das Kursziel bei 2,1 Millionen Won — begründet mit SK Hynix‘ starker Position im HBM-Markt.
Der aktuelle Kurs liegt bei rund 1,84 Millionen Won, damit befindet sich die Aktie mitten in der Analystenspanne von 1,65 bis 3 Millionen Won. LS Securities betont, der jüngste Kursanstieg lasse sich nicht allein durch Gewinnrevisionen erklären — ausländische und institutionelle Käufer hätten die Aktie als führenden KI-Speichertitel gezielt aufgebaut.
Bonusmodell wird zur Margenfrage
Hier liegt der eigentliche Spannungspunkt. SK Hynix zahlt 10 Prozent des operativen Gewinns als Mitarbeiterbonus aus. Allein im Februar erhielten die rund 35.000 Beschäftigten im Schnitt etwa 140 Millionen Won — umgerechnet rund 95.000 Dollar pro Person. Möglich wurde das durch eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft, die die frühere Deckelung auf 1.000 Prozent des Grundgehalts für zehn Jahre aufgehoben hat.
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Je höher die Gewinne, desto teurer wird dieses Modell. LS-Securities-Analyst Jung Woo-sung warnt: Wenn Wettbewerber Boni in ähnlicher Größenordnung zahlen, könnten auch bei SK Hynix Forderungen nach zusätzlichen Zahlungen laut werden. Der laufende Bonusstreit bei Samsung Electronics‘ Gewerkschaft könnte diese Dynamik beschleunigen.
Nachfrage übersteigt Kapazitäten
Das strukturelle Bild bleibt trotzdem klar. SK Hynix hat öffentlich erklärt, dass DRAM, NAND und HBM vollständig ausverkauft sind — Kundenbestellungen lassen sich schlicht nicht vollständig erfüllen. Goldman Sachs erwartet ein strukturelles Angebotsdefizit bis mindestens Mitte 2027. TrendForce prognostiziert für 2026 einen DRAM-Preisanstieg von mehr als 70 Prozent.
Allerdings wächst der Konkurrenzdruck. Samsung hat seine HBM4-Chips bei Nvidia und AMD qualifiziert. Sollte Samsung in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die Massenproduktion gehen, könnte SK Hynix‘ HBM-Marktanteil von derzeit rund 60 Prozent auf 50 bis 60 Prozent sinken. SK Hynix plant, dem mit der nächsten Generation zu kontern: Muster der siebten HBM-Generation sollen noch 2026 ausgeliefert werden, die Massenproduktion ist für 2027 geplant.
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