Selten war ein Speicherchip-Hersteller so gefragt. SK Hynix verbucht einen Kurssprung von knapp 18 Prozent binnen einer Woche – und die Produktion für das gesamte Jahr ist längst ausverkauft. Der Grund: Künstliche Intelligenz verschlingt High-Bandwidth Memory (HBM) in einem Tempo, das die Industrie nicht bedienen kann.
Am Mittwoch schoss die Aktie zwischenzeitlich um fast 15 Prozent nach oben, schloss mit einem Plus von 9,3 Prozent und erreichte eine Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 1,12 Billionen Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 238 Prozent. Südkorea hat damit erstmals nach den USA ein zweites Unternehmen mit Billionen-Bewertung.
Preisexplosion und volle Auftragsbücher
Die Knappheit treibt die Preise. Im ersten Quartal 2026 verdoppelten sich die Preise für Speicherchips, für das laufende Quartal prognostiziert die Branche einen weiteren Anstieg um 63 Prozent. Analysten von Mirae Asset Securities erwarten, dass die Nachfrage das Angebot noch länger übersteigen wird.
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Der Engpass hat Folgen weit über Rechenzentren hinaus. Verfügbare Chips für Laptops, Smartphones oder Autos werden knapp. SK Hynix selbst hat seine gesamte HBM-Produktion für 2026 bereits verkauft – jeder neue Chip findet sofort einen Abnehmer.
Marktführerschaft in einer strukturellen Knappheit
Anders als in früheren Zyklen erwarten Marktbeobachter keine schnelle Entspannung. Die Speicherknappheit könnte bis 2027 oder sogar 2028 anhalten. SK Hynix profitiert doppelt: von der Preissetzungsmacht gegenüber großen Tech-Kunden und von seiner Marktposition.
Laut Counterpoint Research hielt das Unternehmen im Schlussquartal 2025 einen weltweiten Umsatzanteil von 57 Prozent im HBM-Markt. Samsung folgte mit 22 Prozent, Micron mit 21 Prozent. Dieser Vorsprung sichert langfristige Lieferverträge – und festigt die Finanzperspektive, solange der KI-Hardware-Boom anhält.
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