Jensen Huang stand auf der Computex vor einem HBM4E-Wafer. Der Nvidia-CEO griff zum Stift und hinterließ eine Nachricht: „Please Make More.“ Keine Geste, ein Hilferuf.
SK Hynix ist der wichtigste Lieferant für Nvidias kommende Vera-Rubin-Plattform. Konzernchef Chey Tae-won reagierte umgehend: Der Speicherkonzern fahre die Produktion hoch, der weltweite Engpass werde bis 2030 anhalten.
Technologischer Zweikampf um HBM5
Während das laufende Geschäft brummt, bahnt sich ein neuer Showdown an. Samsung präsentierte in Taipei den ersten HBM5-Prototypen samt patentiertem HPB-Kühlkonzept. SK Hynix konterte mit der eigenen „iHBM“-Technologie — die Wärmeabfuhr soll um rund 30 Prozent besser sein.
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Die Validierung läuft. Beide Südkoreaner kämpfen um die Zulassung der großen KI-Integratoren. Die Serienproduktion ist für 2028 bis 2030 geplant.
NAND-Markt auf Rekordkurs
Die ganze Branche profitiert vom KI-Boom. Der globale NAND-Flash-Umsatz erreichte im ersten Quartal 2026 ein Rekordniveau von 46 Milliarden US-Dollar — das 3,5-Fache des Vorjahres. Enterprise-SSDs machen inzwischen 43 Prozent des Marktes aus, getrieben durch „Agentic AI“.
SK Hynix hält mit 18 Prozent den zweiten Platz hinter Samsung (29 Prozent). Der chinesische Rivale YMTC drängt mit 13 Prozent nach oben. Analysten erwarten, dass Enterprise-NAND bis Jahresende über 60 Prozent des Gesamtmarktes stellt.
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Volatilität auf dem KOSPI
Trotz glänzender Industrieaussichten steht die SK-Hynix-Aktie unter Druck. Seit 18 Handelstagen verkaufen ausländische Investoren netto. Vom gesamten Abfluss von 60,17 Billionen Won aus dem koreanischen Markt seit Mai entfallen 25,58 Billionen Won auf SK Hynix allein.
Marktbeobachter führen den Ausverkauf auf institutionelle Umschichtungen zurück. Die Aktie hatte sich binnen eines Jahres vervielfacht — ein Anstieg von 1.000 Prozent. Für zusätzliche Nervosität sorgte am 3. Juni eine Intraday-Schwankung des KOSPI von fast fünf Prozent in nur sechs Minuten.
Goldman Sachs bleibt optimistisch. Die Bank hob ihr 12-Monats-Ziel für den Leitindex auf 12.000 Punkte an und spricht von einer „Jahrhundertchance“ bei Halbleitergewinnen. Das operative Wachstum koreanischer Konzerne veranschlagt Goldman 2026 bei 320 Prozent.
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