Am Donnerstag haben SK hynix und die Tochtergesellschaft SK hynix America eine Feststellungsklage gegen die Lizenzverwerter Longhorn IP sowie Mago Barca IP eingereicht. Das Verfahren vor dem Bundesbezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien ist als Patentstreitigkeit erfasst.
Mit diesem Schritt strebt der südkoreanische Halbleiterhersteller eine gerichtliche Klärung bestehender Schutzrechte an, um drohenden rechtlichen Auseinandersetzungen im US-Markt vorzugreifen.
Speicherchips auf Testflug im Erdorbit
Parallel zu den juristischen Schritten erprobt das Unternehmen seine Halbleitertechnologie im Weltraum. Am Mittwoch startete der Kleinsatellit E3T Unit 2 des Raumfahrtunternehmens Nara Space Technology an Bord der fünften südkoreanischen Nuri-Trägerrakete. An Bord des Satelliten befinden sich Speicherchips von SK hynix sowie weitere in Südkorea gefertigte Bauteile.
Nach dem Erreichen der Umlaufbahn baute der Satellit eine reguläre wechselseitige Funkverbindung mit der Bodenstation auf. Im laufenden Betrieb soll erprobt werden, wie sich die Speicherbausteine unter den anspruchsvollen Bedingungen des Weltraums verhalten. Erste Testergebnisse aus dem Orbit liegen bislang nicht vor.
Branchenweiter Verkaufsdruck und Analystenstimme
An den Finanzmärkten stand der Chiphersteller zuletzt unter dem Einfluss allgemeiner Marktbewegungen. Am Donnerstag gaben die Notierungen im US-Handel nach, während die gesamte Speicherbranche Verluste verbuchte.
Auch Branchenkollegen wie Micron und SanDisk gerieten unter Druck. Marktberichten zufolge waren wachsende Sorgen über das künftige weltweite Angebot sowie die Preisentwicklung für Speicherkomponenten der Auslöser der Verkäufe, nicht unternehmensspezifische Herabstufungen.
Auf Seiten der Analysten überwiegt dennoch Zuversicht. Am Mittwoch bestätigte Experte Kim Woon-ho von IBK Investment & Securities seine Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 4 Millionen Won. Für das dritte Quartal 2026 stellte er einen Umsatz von 95,8 Billionen Won sowie einen operativen Gewinn von 75,1 Billionen Won in Aussicht.
Er begründete seine Schätzung mit dem wachsenden Bedarf an Speicherchips für Systeme der Künstlichen Intelligenz bei gleichzeitig knappem Angebot.
Keine Entscheidungen zu Solidigm-Finanzierung
Abseits des operativen Geschäfts bezog das Management Stellung zu Plänen rund um die Tochtergesellschaft Solidigm. SK hynix teilte am 1. Oktober mit, dass bislang keine Entscheidungen über die Kapitalpläne der Sparte getroffen worden seien. Dies schließe auch eine mögliche externe Finanzierung ein.
Jegliche Handlungsoption werde daran gemessen, welche Auswirkungen sich für die bestehenden Aktionäre und den langfristigen Unternehmenswert ergeben. Damit trat das Unternehmen Spekulationen über kurzfristige Kapitalmaßnahmen bei der US-Tochter entgegen.
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