SK Hynix will an die Nasdaq. Der südkoreanische Speicherchiphersteller plant ein US-Börsendebüt für August 2026 — und könnte dabei bis zu 14 Milliarden Dollar einsammeln.

Nasdaq statt NYSE

Das Unternehmen hat sich bewusst für die Nasdaq entschieden. Experten führen das auf die dort üblichen höheren Bewertungen für Technologieunternehmen zurück. Ferner spielt die starke Einbindung in passive Indexfonds eine Rolle. An der Nasdaq würde SK Hynix neben Nvidia, Microsoft, Amazon, Alphabet und Micron notieren.

Im März 2026 reichte SK Hynix vertraulich einen Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Die Genehmigung für die Ausgabe von American Depositary Receipts erwartet das Unternehmen in der Woche ab dem 22. Juni. Genaue Details — Volumen und Zeitpunkt der ADR-Ausgabe — hat SK Hynix noch nicht festgelegt.

KI-Nachfrage als Treiber

Hinter dem Listing steckt mehr als Kapitalbeschaffung. SK Hynix ist einer der wichtigsten Lieferanten von High-Bandwidth-Memory-Chips für KI-Server und beliefert unter anderem Nvidia. Das eingesammelte Kapital soll die Produktionskapazitäten für HBM- und KI-Chips ausbauen.

Die Marktkapitalisierung überschritt im Mai 2026 erstmals die Marke von einer Billion Dollar. Die Aktie spiegelt diesen Rückenwind wider: Seit Jahresbeginn hat sie rund 238 Prozent zugelegt. Allein heute notiert sie mit einem Plus von 6,4 Prozent bei 2.288.000 KRW — knapp fünf Prozent unter dem Allzeithoch vom 2. Juni.

Ein US-Listing würde die internationale Sichtbarkeit deutlich erhöhen und den Aktionärskreis über Südkorea hinaus öffnen. Ob das Debüt tatsächlich im August kommt, hängt vom Tempo der SEC-Prüfung ab.