Diese Woche lief für SK Hynix auf zwei Ebenen gleichzeitig: Ausländische Großinvestoren kauften nach dem US-Iran-Waffenstillstand massiv zu, und das Unternehmen lieferte den weltweit ersten cSSD mit 321-Lagen-QLC-NAND-Technologie an Dell Technologies aus. Ein Zusammentreffen, das den Kurs aus einem tiefen Loch zog.
Ausländische Investoren kehren zurück
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran löste an der Korea Exchange eine regelrechte Kaufwelle aus. Ausländische Institutionelle erwarben innerhalb von zwei Handelstagen — Mittwoch bis Donnerstag — Samsung Electronics und SK Hynix im Gesamtwert von umgerechnet rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Auf SK Hynix entfielen dabei netto rund 441,9 Milliarden Won.
Der Effekt war unmittelbar spürbar: Am 8. April sprang die Aktie um 12,77 Prozent auf 1,03 Millionen Won — eine Marke, die in den Wochen zuvor unter dem Druck geopolitischer Unsicherheiten verloren gegangen war. Bis Freitag legte der Kurs weitere 2,91 Prozent zu. Das macht den Rückblick auf den März umso drastischer: In jenem Monat hatte die Aktie rund 26,5 Prozent verloren, und per Ende März befanden sich laut NH Investment & Securities 61,8 Prozent der SK-Hynix-Aktionäre im Minus.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
Produktmeilenstein mit strategischem Gewicht
Parallel zur Kurserholung meldete SK Hynix einen technologischen Durchbruch: Das Unternehmen hat mit dem PQC21 den weltweit ersten cSSD auf Basis von 321-Lagen-QLC-NAND in die Serienlieferung gebracht. Abnehmer ist zunächst Dell Technologies, ab April in den Kapazitäten 1 und 2 Terabyte. Weitere Partnerschaften mit globalen Großkunden sollen folgen.
Bereits im August 2025 hatte SK Hynix angekündigt, die 321-Lagen-Technologie in Massenproduktion zu bringen und kommerzielle Produkte für das erste Halbjahr 2026 anzukündigen — nach Abschluss der Kundenvalidierung. Dass die Lieferung an Dell nun pünktlich startet, ist kein Selbstläufer: Im Speichermarkt scheitern Roadmaps häufig an der OEM-Zertifizierung.
Der Markt für QLC-NAND wächst dabei strukturell. IDC prognostiziert, dass der QLC-Anteil am weltweiten cSSD-Markt von 22 Prozent im vergangenen Jahr auf 61 Prozent bis 2027 steigen wird — getrieben vor allem durch KI-PCs mit lokaler Datenverarbeitung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SK Hynix?
Analysten erhöhen die Messlatte
KB Securities hob das Kursziel für SK Hynix von 1,7 auf 1,9 Millionen Won an und begründete dies mit beschleunigtem Gewinnwachstum durch KI-getriebene Speichernachfrage sowie steigenden Chippreisen. Das Haus erwartet, dass das operative Ergebnis nach dem ersten Quartal in eine schnellere Wachstumsphase eintritt, da Angebotsengpässe strukturelle Preiserhöhungen bei DRAM und NAND stützen. SK Securities geht noch weiter und sieht das Kursziel bei 2 Millionen Won.
Rückenwind kommt auch von der Preisseite: TrendForce rechnet für das zweite Quartal 2026 mit einem Anstieg der NAND-Flash-Vertragspreise um 70 bis 75 Prozent. Die NAND-Margen von Samsung und SK Hynix werden für das erste Halbjahr auf 40 bis 50 Prozent geschätzt.
Trotz dieser Aussichten notiert SK Hynix mit einem Forward-KGV von rund 3,1 — ein Niveau, das erhebliches Neubewertungspotenzial signalisiert. Die Q1-Zahlen für 2026, die noch in diesem Monat erwartet werden, dürften zeigen, ob sich die gestiegenen Erwartungen in den Büchern bereits widerspiegeln.
SK Hynix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SK Hynix-Analyse vom 11. April liefert die Antwort:
Die neusten SK Hynix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SK Hynix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SK Hynix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


