SK Hynix geriet gestern im Sog des Ausverkaufs von KI-Aktien an der Wall Street unter Druck und verlor 10%. Medienberichten zufolge griffen die Verkäufe auf asiatische Chiphersteller über, während Anleger mögliche strengere Vorgaben für Rechenzentren nach der US-Zwischenwahl fürchteten. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 1.132.000,00 KRW.
Sorgen um Rechenzentren und Exportgenehmigungen
Im Mittelpunkt der Befürchtungen stand das Ergebnis der US-Zwischenwahl: Anleger sorgten sich, dass es strengere Beschränkungen für die Entwicklung von Rechenzentren nach sich ziehen könnte. Dies könnte wiederum die Nachfrage nach KI-Chips und der dazugehörigen Infrastruktur bremsen. Die möglichen Einschränkungen waren damit eine Sorge der Investoren, keine bestätigte neue Regulierung.
Ein weiteres Thema sind die ausstehenden US-Exportgenehmigungen für den Ausbau des Werks in Dalian. Reuters berichtete am Dienstag, dass US-Vertreter die Freigabe amerikanischer Anlagen zur Chipfertigung verzögert hätten. SK Hynix benötigt diese Ausrüstung, um die Produktion am chinesischen Standort auszuweiten.
Nach dem Reuters-Bericht erschwert die Verzögerung auch die Pläne für neue Speicherchipwerke in New York. Die Verhandlungen liefen weiter; eine abgeschlossene Einigung meldete der Bericht nicht.
Rekordzahlen unter Prüfungsvorbehalt
Am 28. Oktober hatte SK Hynix für das dritte Quartal 2026 Rekordergebnisse gemeldet. Das Unternehmen bezifferte den Umsatz auf 104,6155 Billionen KRW und den operativen Gewinn auf 83,3338 Billionen KRW.
Der Nettogewinn erreichte nach Unternehmensangaben 39,7756 Billionen KRW. SK Hynix bezeichnete die veröffentlichten Ergebnisse ausdrücklich als vorläufig und stellte sie unter den Vorbehalt der Abschlussprüfung. Die genannten Geschäftszahlen sind daher noch keine abschließend geprüften Ergebnisse.
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