SK Hynix dominiert den Markt für KI-Speicherchips. Das schlägt sich nun in historischen Dimensionen nieder. Rekordgewinne und ein geplanter US-Börsengang treiben die Aktie massiv an.
Am Mittwoch sprang der Kurs in Asien um gut zehn Prozent nach oben. Die Aktie schloss bei 1.601.000 Won. Damit markierte das Papier ein neues Allzeithoch.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 136 Prozent. Die Rally fußt auf einem massiven fundamentalen Ausbruch. Große US-Technologiekonzerne bauen ihre Rechenzentren rasant aus. SK Hynix profitiert davon als Hauptlieferant direkt.
Rekordzahlen und Margen-Sprung
Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 52,6 Billionen Won. Der operative Gewinn erreichte 37,6 Billionen Won. Die operative Marge lag bei beeindruckenden 72 Prozent.
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Hohe Preise für Speicherchips trieben das Geschäft an. Der Umsatz lag fast 200 Prozent über dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn vervierfachte sich im gleichen Zeitraum.
Analysten reagierten prompt auf die Bilanz. Südkoreanische Brokerhäuser hoben ihre Kursziele massiv an:
– Daol Investment & Securities: 2,1 Millionen Won
– Korea Investment & Securities: 2,05 Millionen Won
– KB Securities: 2,0 Millionen Won
US-Börsengang und Nvidia-Fokus
Ein weiterer Kurstreiber ist das geplante US-Debüt. Das Management strebt ein Listing für Juni oder Juli an. Analysten rechnen mit einem Emissionsvolumen von bis zu 14 Milliarden Dollar.
Das Ziel: Der Konzern will in den US-Halbleiterindex SOX aufsteigen. Passive Indexfonds müssten die Aktie dann zwingend kaufen. Das würde eine strukturelle Nachfrage schaffen.
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Operativ passt der Konzern seine Strategie an. SK Hynix drosselt die Produktion der neuen HBM4-Chips für dieses Jahr um 20 bis 30 Prozent. Die frei werdenden Kapazitäten fließen in die Vorgänger-Generation HBM3E.
Der Grund dafür ist simpel. Nvidias Bestellungen für HBM3E-Speicher übertreffen die Erwartungen deutlich. SK Hynix priorisiert daher die aktuelle Nachfrage seines wichtigsten Kunden.
Konkurrent Samsung unter Druck
Im Hintergrund schwächelt der größte Rivale. Bei Samsung Electronics droht ab dem 21. Mai ein wochenlanger Streik der Gewerkschaft. SK Hynix hat seinen eigenen Tarifstreit bereits beigelegt.
Die ruhige Personallage stärkt die Verhandlungsposition bei künftigen Aufträgen. Im zweiten Halbjahr liefert SK Hynix erste Muster der neuen HBM4E-Generation an Nvidia. Der Chip-Hersteller zementiert damit seine Rolle im globalen KI-Wettbewerb.
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