Rekordgewinne und eine dominante Position bei KI-Speicherchips reichen SK Hynix offenbar nicht mehr. Der südkoreanische Konzern leidet unter einem massiven Bewertungsabschlag gegenüber US-Konkurrenten. Das Management steuert nun gegen und bereitet einen Sprung an die Wall Street vor. Parallel dazu bindet das Unternehmen die größten Tech-Giganten der Welt mit völlig neuen Vertragsmodellen an sich.
Im März reichte der Chiphersteller vertraulich Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Ziel ist die Ausgabe von American Depositary Receipts (ADRs). Einem lokalen Medienbericht zufolge peilt das Management ein Debüt im Juni oder Juli 2026 an. Die strategische Logik dahinter ist simpel. Ende des vergangenen Jahres wurde SK Hynix nur mit dem Elffachen des Gewinns bewertet. Der US-Rivale Micron kam auf das 29-Fache — obwohl die Südkoreaner operativ fast doppelt so viel verdienten.
Ein US-Listing könnte die Aufnahme in den wichtigen Philadelphia Semiconductor Index (SOX) ermöglichen. Das würde passive Indexfonds zum Kauf zwingen und eine strukturelle Nachfrage schaffen.
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Widerstand gegen Kapitalverwässerung
Der Weg nach New York verläuft allerdings nicht reibungslos. Ursprünglich wollte der Konzern bestehende eigene Aktien für die ADRs nutzen. Wegen rechtlicher Bedenken plant SK Hynix nun die Ausgabe neuer Papiere im Umfang von 2,4 Prozent des Grundkapitals. Das sorgt für Unmut. Das Korea Corporate Governance Forum kritisiert die Verwässerung scharf. Angesichts der enormen Cashflows sei der Schritt völlig unnötig.
Die finanzielle Stärke des Unternehmens ist tatsächlich historisch. Im ersten Quartal durchbrach der Umsatz erstmals die Marke von 50 Billionen Won. Die operative Marge erreichte beachtliche 72 Prozent.
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An der Börse wird diese operative Wucht honoriert. Die Aktie notiert aktuell bei rund 1,29 Millionen Won und kratzt an ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat der Titel um 92 Prozent zugelegt.
Neue Spielregeln für Tech-Giganten
Währenddessen strukturiert SK Hynix sein operatives Geschäft drastisch um. Der Hersteller verabschiedet sich von kurzfristigen Jahresverträgen. Stattdessen verhandelt das Unternehmen mit Microsoft und Google über dreijährige Lieferabkommen für DRAM-Speicher. Diese beinhalten garantierte Preisuntergrenzen und Vorabzahlungen von bis zu 30 Prozent des Vertragswerts. Mit Google steht ferner ein Fünfjahresvertrag im Raum, der an die Lieferung der nächsten Generation von HBM-Chips geknüpft ist.
Das Marktumfeld spielt den Südkoreanern in die Karten. Analysten von TrendForce prognostizieren für das laufende zweite Quartal einen weiteren Preisanstieg bei herkömmlichen DRAM-Chips um rund 60 Prozent. Die anhaltende Knappheit bei Speicherchips dürfte bis weit in die zweite Jahreshälfte 2026 anhalten. Nomura Securities reagierte bereits auf die verknappte Angebotslage und hob das Kursziel für SK Hynix auf 1.600 US-Dollar an.
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