SK Square hat am Mittwoch die psychologisch wichtige Marke von einer Million Won durchbrochen. Damit gehört das Papier offiziell zum exklusiven Club der „Emperor Stocks“ an der südkoreanischen Börse. Im frühen Handel markierte die Aktie bei 1.110.000 Won ein neues Rekordhoch.

Halbleiter-Boom treibt die Bewertung

Der steile Aufstieg ist eng mit der Beteiligung an SK Hynix verknüpft. SK Square hält rund 20 Prozent an dem Speicherchip-Spezialisten, der massiv vom KI-Boom profitiert. Die hohe Nachfrage nach High-Bandwidth Memory (HBM) und Server-DRAM katapultierte die Marktkapitalisierung der Tochtergesellschaft erstmals über die Marke von 1.000 Billionen Won.

Innerhalb der letzten 30 Tage hat sich der Kurs von SK Square mehr als verdoppelt. Analysten von NH Investment & Securities hoben ihr Kursziel parallel dazu auf 1,1 Millionen Won an.

Sie begründen dies mit einem schrumpfenden Abschlag zum Nettoinventarwert. Dieser sank in aktuellen Schätzungen von 35 auf 25 Prozent.

Fokus auf Aktionärsrendite

Mit einem Börsenwert von rund 145 Billionen Won rangiert das Unternehmen nun auf Platz drei im KOSPI-Index. Nur Samsung Electronics und SK Hynix sind schwergewichtiger. Das Management nutzt die starke Position für eine Charmeoffensive gegenüber den Anteilseignern.

Geplant ist ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 210 Milliarden Won. Im gleichen Schritt soll eine Bardividende von 200 Milliarden Won ausgeschüttet werden. Marktbeobachter verweisen ferner auf die hohe Effizienz: Der Börsenwert pro Mitarbeiter gehört aktuell zu den höchsten im gesamten südkoreanischen Markt.

Die extreme Volatilität von annualisiert fast 98 Prozent sorgt derweil für Debatten über einen möglichen Aktiensplit. Während institutionelle Käufer die Rally stützen, könnte eine optische Verbilligung der Aktie den Zugang für Privatanleger erleichtern. Die weiteren Investitionsausgaben im KI-Sektor bleiben der zentrale Taktgeber für die kommenden Monate.