Skanska baut sein Wohnquartier in Prag weiter aus. Für die vierte Phase des Projekts Emil Kolben District investiert der schwedische Konzern 2,2 Milliarden tschechische Kronen, umgerechnet rund eine Milliarde schwedische Kronen. Die Bauarbeiten starten noch in diesem Monat.

Was geplant ist

Die vierte Phase umfasst 272 energiesparende Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten. Der Baustart ist für November 2026 angesetzt, die Fertigstellung soll im Frühjahr 2029 folgen. Die Architektur greift das industrielle Erbe des Geländes auf und wird durch neue öffentliche Flächen ergänzt.

Das Gesamtprojekt besteht aus fünf Phasen mit 1.069 Wohneinheiten auf 51.000 Quadratmetern. Benannt ist es nach dem tschechischen Industriellen Emil Kolben.

Vorverkauf läuft solide

Der Vorverkauf liegt für diese vergleichsweise große Phase bereits über 30 Prozent. Björn Mattsson, Chef der Sparte Residential Development Europe, sieht das Projekt mit seinem Angebot im Markt gut aufgestellt.

Der Auftragswert des Bauvertrags beträgt 1,3 Milliarden Kronen, etwa 590 Millionen schwedische Kronen. Er fließt in den Auftragseingang des Segments Europa im vierten Quartal 2026 ein.

Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Das Gebäude erfüllt die Anforderungen des Zertifikats BREEAM auf dem Niveau „Very Good“. Hinzu kommen zertifizierte Materialien, ein effizientes Wassermanagement und die Anbindung an die Innenstadt, die den Autoverkehr reduzieren soll.

Die Freiflächen entstanden gemeinsam mit Vertretern des Stadtbezirks und einem Landschaftsarchitekten. Sie sollen Erholungsbereiche und Elemente zur Förderung der Artenvielfalt enthalten.

Einordnung für die Aktie

Die Investition ist für einen Konzern mit rund 179 Milliarden Kronen Jahresumsatz 2025 eine mittelgroße Position. Der Auftragseingang im Schlussquartal erhält dadurch einen weiteren Baustein. Die Aktie schloss am Freitag in Stockholm nahezu unverändert bei 282,40 Kronen. Erste Hinweise auf die Resonanz im Handel liefert der heutige Börsentag.