Der schwedische Wälzlagerhersteller SKF hat am 30. Januar 2026 seine Q4-Zahlen vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der Nettogewinn brach um fast zwei Drittel ein: Von 1,507 Milliarden SEK im Vorjahresquartal auf nur noch 568 Millionen SEK. Das Ergebnis je Aktie sackte von 3,31 SEK auf 1,25 SEK ab.
Auch beim Umsatz musste das Unternehmen Federn lassen. Die Erlöse rutschten um 11,1 Prozent auf 21,969 Milliarden SEK (Vorjahr: 24,725 Milliarden SEK). Das organische Wachstum lag bei null – eine klare Abkühlung nach dem Minus von 3,1 Prozent im Vorjahresquartal.
Industriegeschäft rettet die Marge
Immerhin: Die bereinigte operative Marge verbesserte sich leicht von 11,1 auf 11,8 Prozent. Doch dahinter verbirgt sich ein gespaltenes Bild. Während das Industriegeschäft auf 15,6 Prozent zulegte (Vorjahr: 14,6 Prozent), sackte die Automobilsparte auf magere 1,7 Prozent ab (Vorjahr: 2,6 Prozent).
Das Industriegeschäft profitierte von Wachstum in der Luft- und Raumfahrt sowie bei Magnetlagern in Europa. Auch tarifbedingte Preiserhöhungen in Amerika stützten. In China sorgte ein starker Jahresendspurt im Industrievertrieb für Auftrieb.
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Automotive kämpft mit schwachem Markt
Anders sieht es im Automobilbereich aus. Hier verschärfte sich die Lage sequenziell weiter – besonders in Europa und Amerika. CEO Rickard Gustafson betont zwar, dass man weiterhin strategisch wichtige, margenstarke Verträge gewinne. Doch das ändert nichts an der aktuellen Schwäche.
Die Währungseffekte belasteten zusätzlich: Für Q1 2026 rechnet SKF mit negativen Währungseffekten von rund 800 Millionen SEK auf den operativen Gewinn.
Automobilabspaltung verzögert sich
Ursprünglich war die Abspaltung und Börsennotierung der Automobilsparte früher geplant. Doch SKF hat eine Chance identifiziert, die Vertragsproduktion für Automotive schneller zu reduzieren. Das erfordert den Transfer zusätzlicher Produktionslinien – und verschiebt den geplanten Börsengang an die Nasdaq Stockholm auf das vierte Quartal 2026.
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Der Vorstand betont, dass dies innerhalb des bereits angekündigten Kosten- und Investitionsrahmens geschehe und beide Geschäftsbereiche langfristig wettbewerbsfähiger mache.
Dividende und Ausblick
Trotz des schwachen Quartals schlägt der Vorstand eine Dividende von 7,75 SEK je Aktie vor, zahlbar in zwei Raten. Für Q1 2026 erwartet SKF eine leichte Verbesserung beim organischen Umsatzwachstum – allerdings nur aufgrund günstigerer Vergleichswerte. Die Nachfrage dürfte auf dem niedrigen Q4-Niveau verharren.
Die Investitionen sollen 2026 bei rund 5 Milliarden SEK liegen. Für Restrukturierungen im Zusammenhang mit der Automotive-Abspaltung und Standortoptimierungen plant SKF Sonderbelastungen von 2,5 bis 3 Milliarden SEK ein.
Die Bären haben bei SKF derzeit das Sagen – und das dürfte vorerst so bleiben.
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