Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag widerstandsfähiger als viele andere Börsenplätze. Während Technologiewerte weltweit unter Druck geraten, hält der SMI das Niveau — ein klares Zeichen dafür, wie viel defensiver Charakter im Index steckt.

Tech-Skepsis trifft auf Schweizer Stabilität

Auslöser der aktuellen Unsicherheit sind wachsende Zweifel an den hohen Bewertungen im KI-Sektor. Diese Nervosität strahlte zuerst aus Asien auf die europäischen Märkte aus und lastet nun auch auf den Technologiewerten in der Schweiz. Der SMI kann sich dennoch behaupten — dank der defensiven Schwergewichte, die traditionell den größten Teil des Index ausmachen.

Zum Auftakt der Woche hatte der Index bereits eine ähnliche Geschichte erzählt. Nach einem Rücksetzer in Richtung 13.700 Punkte zur Mittagszeit drehte er am Montag im späten Handel ins Plus und schloss bei 13.848 Punkten — ein Tagesgewinn von gut einem halben Prozent. Triebkräfte waren Hoffnungen auf eine Einigung im Iran-Konflikt sowie ein leicht nachgebender Ölpreis.

Gewinner und Verlierer der Vorwoche

Den stärksten Auftritt am Montag lieferte VAT Group mit einem Plus von rund drei Prozent. Sandoz legte knapp 2,3 Prozent zu, ABB und Novartis gewannen je etwa 1,7 Prozent. Auch Versicherungswerte wie Zurich Insurance, Swiss Life und Helvetia Baloise zählten mit Aufschlägen zwischen 1,1 und 1,4 Prozent zu den Gewinnern.

Auf der Verliererseite stand Partners Group mit einem Minus von 1,7 Prozent am deutlichsten im Rückstand. SGS verlor 1,1 Prozent, Logitech, Richemont und Roche gaben moderat nach.

Das Muster ist vertraut: Sobald globale Risikoneigung nachlässt, rücken Pharma- und Versicherungstitel in der Schweiz in den Vordergrund. Genau diese Konstellation schützt den SMI heute erneut vor einem stärkeren Rückschlag. Ob das reicht, um die Technologieschwäche vollständig zu kompensieren, dürfte sich im weiteren Handelsverlauf zeigen — entscheidend wird sein, wie sich die KI-Bewertungsdiskussion in den USA bis Handelsschluss entwickelt.