Europas Börsen präsentierten sich zum Wochenstart freundlich – doch der SMI konnte davon nur begrenzt profitieren. Der Schweizer Leitindex kletterte am Montag um magere 0,11 Prozent auf 13.517,73 Punkte. Zum Vergleich: Der EuroStoxx 50 legte im gleichen Zeitraum deutlich stärker zu und gewann über ein Prozent.

Die Gründe für die verhaltene Performance liegen auf der Hand. Während die breite Mehrzahl der Blue Chips im Plus schloss, lasteten ausgerechnet die beiden Schwergewichte Roche und Nestlé auf der Gesamtperformance des Index. Bei einem nach Marktkapitalisierung gewichteten Index wie dem SMI fallen solche Belastungen besonders ins Gewicht.

Starke Vorgaben verpuffen

Dabei hätten die Rahmenbedingungen eigentlich für deutlichere Zugewinne sprechen müssen. Die Wall Street setzte ihren Rekordlauf fort und lieferte positive Impulse über den Atlantik. Zudem sorgten kräftige Kursgewinne an der japanischen Börse für gute Stimmung. Dort hatte die Liberaldemokratische Partei unter Ministerpräsidentin Sanae Takaichi einen überragenden Wahlsieg eingefahren, was den Märkten Stabilität signalisierte.

Auch aus den USA kamen ermutigende Signale: Ein überraschend positives Einzelhandels-Sentiment hatte die Märkte dort spürbar angeschoben. Diese Dynamik konnte sich in Zürich allerdings nicht voll entfalten.

Ruhige Datenwoche voraus

An der Konjunkturdatenfront bleibt es zunächst ruhig. Wichtige Wirtschaftsindikatoren stehen erst im weiteren Wochenverlauf auf der Agenda und kommen dann vor allem aus den Vereinigten Staaten. In Europa richtet sich der Fokus derweil auf die Unternehmen selbst. Eine Flut von Quartalszahlen und Ausblicken auf das angelaufene Jahr wird erwartet – Daten, die für frische Impulse sorgen könnten.

Der britische FTSE 100 legte um 0,16 Prozent auf 10.386,23 Punkte zu und bewegte sich damit in einer ähnlichen Größenordnung wie der SMI. Der deutlich schwungvollere EuroStoxx zeigt allerdings, dass durchaus Potenzial für stärkere Bewegungen vorhanden gewesen wäre.