Der Schweizer Aktienmarkt hat den Mittwoch mit moderaten Gewinnen abgeschlossen. Treiber war erneut die Hoffnung auf eine nachhaltige Friedenslösung im Nahen Osten — und die damit verbundene Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einem neuralgischen Punkt für den Welthandel.

Der SMI kletterte um 0,39 Prozent auf 13.815,24 Punkte. Das ist ein solides Lebenszeichen, allerdings noch weit von der Bestmarke bei 14.063 Punkten entfernt, die der Index im Februar markiert hatte.

Geopolitik prägt das Sentiment

Die Zurückhaltung vieler Marktteilnehmer ist erklärbar. Zwar kursieren Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran — konkrete Details bleiben jedoch rar. Solange das Abkommen nicht in trockenen Tüchern ist, behalten geopolitische Risiken ihre Bedeutung. Das hält Anleger davon ab, größere Wetten einzugehen.

Parallel dazu richtet sich der Blick bereits auf die US-Notenbank Fed. Deren Zinsentscheid steht unmittelbar bevor und dürfte das Marktgeschehen der nächsten Tage prägen. Vor solchen Wegmarken neigen Investoren dazu, lieber abzuwarten als zu agieren.

Eurozone zieht voran

Im breiteren europäischen Kontext war der Handlungsspielraum des SMI an diesem Tag eher begrenzt. Der EuroStoxx 50 schaffte es erstmals über die Marke von 6.300 Punkten und beendete den Tag auf einem neuen Allzeithoch. Der SMI blieb dahinter zurück — was angesichts des deutlich größeren Gewichts defensiver Schweizer Werte wie Pharma und Konsumgüter wenig überrascht.

Der nächste klare Kurstreiber für den Schweizer Index dürfte von der Fed kommen. Bestätigt die Notenbank eine weiter lockere Geldpolitik oder deutet sie Spielraum für Zinssenkungen an, könnte das dem SMI den nötigen Schub in Richtung seiner Februar-Bestmarke geben.