SMIC Aktie: Gefährliche Brandwunde?

Der chinesische Chiphersteller SMIC übertrifft die Erwartungen im vierten Quartal, warnt jedoch vor steigenden Kosten und gedämpftem Umsatzwachstum für 2026.

SMIC Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinnsprung von über 60 Prozent im Schlussquartal
  • Co-CEO warnt vor stark steigenden Abschreibungen
  • Umsatzprognose für Q1 2026 stagniert
  • Kapazitätsausbau führt zu höheren Investitionen

Die Aktie von Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) gab am Mittwoch in Hongkong um 3,6 Prozent auf 68,95 Hongkong-Dollar nach. Dabei enttäuschte vor allem der Ausblick des chinesischen Chipriesen – trotz starker Quartalszahlen. Die Margen geraten unter Druck, während die Kapazitätsausweitung ihre Spuren hinterlässt.

Gewinn steigt, Ausblick trübt sich ein

Für das vierte Quartal meldete SMIC einen Gewinnsprung von 60,7 Prozent auf 172,85 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 12,8 Prozent auf 2,49 Milliarden Dollar – beide Werte lagen über den Analystenschätzungen. Die Auslastung der Fabriken blieb mit 95,7 Prozent auf Vorquartalsniveau, während die monatliche Produktionskapazität auf 1,06 Millionen Acht-Zoll-Äquivalente stieg.

Doch die Freude währte kurz. Co-CEO Zhao Haijun warnte vor steigendem Margendruck durch höhere Abschreibungen und Kosten. Die Abschreibungen sollen 2026 um 30 Prozent zulegen, nachdem die Investitionen 2025 bereits auf 8,1 Milliarden Dollar geklettert waren – mehr als ursprünglich geplant. Für das laufende Jahr wird mit ähnlich hohen Ausgaben gerechnet.

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Memory-Engpass drückt auf Kosten

Besonders problematisch: Die starke Nachfrage nach Speicherchips im KI-Segment engt die Versorgung anderer Bereiche ein. Vor allem bei Mittelklasse-Smartphones entstehen Engpässe, was die Preise nach oben treibt. Zhao machte deutlich, dass dies die Hersteller unter Druck setzt.

Für das erste Quartal 2026 rechnet SMIC mit stagnierendem Umsatz gegenüber dem Schlussquartal 2025. Die monatliche Kapazität soll bis Jahresende um 40.000 Zwölf-Zoll-Wafer ausgebaut werden, nachdem 2025 bereits 50.000 hinzukamen. Allerdings verzögert sich die volle Produktionsnutzung teilweise, da kritische Ausrüstung vorgekauft wurde, während Zusatzkomponenten noch ausstehen.

China bleibt mit 87,6 Prozent der wichtigste Markt für SMIC, der Anteil legte im vierten Quartal leicht zu. Die USA trugen 10,3 Prozent bei, etwas weniger als zuvor. Die Verschiebung hin zu chinesischer Produktion hat sich beschleunigt – besonders bei Analogchips, Displaytreibern und Bildsensoren. Dass die Aktie trotz starker Zahlen nachgab, zeigt: Anleger haben den gedämpften Ausblick zur Kenntnis genommen.

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