Snowflake setzt voll auf den Standort Europa. Mit einem neuen Hauptquartier mitten in Paris will der Cloud-Spezialist seine Präsenz im Bereich der Künstlichen Intelligenz (AI) massiv ausbauen. Die Expansion folgt auf ein Rekordquartal, in dem das Unternehmen beim Umsatz neue Maßstäbe setzte.
Das neue Büro an der Rue de Châteaudun erstreckt sich über 2.700 Quadratmeter. Snowflake schafft dort Platz für technische Workshops und Trainingszentren. Das Ziel ist klar: Frankreich soll zum zentralen Hub für AI-Innovationen in Europa werden.
Wirtschaftlich läuft es für den Konzern rund. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 kletterte der Gesamtumsatz um 33 Prozent auf 1,39 Milliarden US-Dollar. Besonders das Produktgeschäft trieb das Wachstum mit einem Plus von 34 Prozent voran. Es war der größte sequentielle Anstieg in der Firmengeschichte.
Der US-Konzern verankert sich tiefer im französischen Ökosystem. Über den Arm Snowflake Ventures fließen Gelder in lokale KI-Firmen wie Mistral AI. Parallel dazu nutzen bereits über 13.600 Kundenkonten die AI-Lösungen der Plattform.
An der Börse verbuchte das Papier am Freitag ein Minus von 2,77 Prozent und schloss bei 228,00 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt dennoch intakt. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits um über 23 Prozent zugelegt.
Aktuell notiert der Kurs deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von rund 180 Euro. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 63,3. Das deutet auf ein gesundes Kaufinteresse hin, ohne dass der Titel als überkauft gilt.
Im August 2026 stehen die nächsten Quartalszahlen an. Anleger werden dann bewerten, wie schnell die Pariser AI-Zentrale erste Früchte für das Europageschäft trägt.
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