Jahrelang trat SoftBank vor allem als gigantische Beteiligungsgesellschaft auf. Nun vollzieht der japanische Konzern einen Strategiewechsel und will tief in das operative Geschäft mit Künstlicher Intelligenz und Halbleitern einsteigen. Ein entsprechender Vorschlag zur Änderung der Unternehmensstatuten liegt nun offiziell auf dem Tisch.
Vom Investor zum Betreiber
In einer Pflichtmitteilung vom Dienstag skizziert das Management die geplante Anpassung der Satzung. Künftig soll die Entwicklung und Produktion von KI-Systemen sowie die Herstellung von Halbleitern ausdrücklich zum Geschäftszweck gehören. Auch der Bau und Betrieb von Rechenzentren rückt in den Fokus.
SoftBank wandelt sich damit vom reinen Geldgeber zu einem Infrastruktur- und Technologiebetreiber. Der Konzern strebt ein integriertes KI-Ökosystem an. Statt reiner Minderheitsbeteiligungen rücken direkte Eingriffe in die Hard- und Software-Ebene der Industrie in den Vordergrund.
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Umbau der Führungsebene
Parallel dazu strukturiert das Unternehmen seinen Verwaltungsrat um. Auf der Hauptversammlung Ende Juni sollen die Aktionäre über zwei neue externe Vorstandsmitglieder abstimmen. Tetsuji Ohashi von Komatsu und Miwa Ohmori von Mizuho Securities sollen das Gremium verstärken.
Zwei bisherige Direktoren räumen im Gegenzug ihre Posten. Gründer Masayoshi Son bleibt an der Spitze und stützt sich weiterhin auf ein Team um Arm-Chef Rene Haas und Finanzchef Yoshimitsu Goto.
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Dividende nach dem Aktiensplit
Auch in Sachen Kapitalausschüttung schafft der Vorstand Klarheit. Nach dem Aktiensplit zum Jahreswechsel schlägt das Management eine Schlussdividende von 5,50 Yen je Anteilsschein vor.
Auf das gesamte Geschäftsjahr gerechnet summiert sich die Ausschüttung damit auf elf Yen. Stimmen die Anteilseigner auf der Hauptversammlung zu, fließt das Geld am 25. Juni auf die Konten der Investoren.
Die anstehende Satzungsänderung zementiert den Weg in die KI-Ära rechtlich. Wie viel Kapital der Konzern für diesen operativen Umbau bereits mobilisiert hat, zeigt sich in wenigen Wochen. Mitte Mai präsentiert SoftBank die vollständigen Jahreszahlen.
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