SoftBank meldet sich mit einem Paukenschlag an der Börse in Tokio zurück. Während der japanische Leitindex Nikkei Rekorde bricht, treibt der Technologie-Konzern die Kurse nach oben. Hinter dem aktuellen Anstieg von 8,68 Prozent auf 32,49 Euro steht eine fundamentale Neuausrichtung.
Rückkehr der Stabilität
S&P Global Ratings hob den Ausblick für das Unternehmen von „negativ“ auf „stabil“ an. Die Ratingagentur verwies auf eine disziplinierte Kapitalallokation und die verbesserte Finanzlage. Dieser Vertrauensbeweis der Kreditwächter bildet das Fundament für neue Investitionen.
Indes verbessert sich das technische Bild der Aktie deutlich. Der Relative-Stärke-Index (RSI) kletterte auf 47,2 Punkte. Damit lässt das Papier die Zone der Überverkäufe hinter sich, ohne bereits heißgelaufen zu sein.
Milliarden für OpenAI
SoftBank hat kürzlich eine weitere Tranche über 10 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert. Das gesamte Engagement beim ChatGPT-Entwickler erreicht damit eine Summe von 30 Milliarden US-Dollar. Zur Finanzierung dieser massiven Beträge nutzt der Konzern unter anderem kurzfristige Brückenkredite.
Der Plan sieht vor, das gesamte Portfolio entlang der KI-Wertschöpfungskette zu integrieren. Dies reicht von der Chip-Architektur der Tochter Arm bis zu führenden Softwaremodellen. SoftBank baut parallel dazu seine Kapazitäten in den Bereichen Energie und Robotik aus.
Vision der Superintelligenz
Gründer Masayoshi Son bezeichnete Sorgen vor einer KI-Blase zuletzt als absurd. Er verglich die aktuelle Skepsis mit den historischen Zweifeln an der industriellen Revolution. Seine Prognose ist gewaltig: Bis 2040 erfordere der globale Wandel zur Superintelligenz jährliche Investitionen von rund 5 Billionen US-Dollar.
Nach dieser Vision werden KI-gesteuerte Industrien in zwei Jahrzehnten etwa 20 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung erwirtschaften. SoftBank schließt bereits Partnerschaften, um KI-Plattformen für den japanischen Unternehmensmarkt bereitzustellen.
Konkrete Ergebnisse liefert der Konzern im August. Dann stehen die Finanzzahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 an. Diese Berichte werden zeigen, wie stabil sich der Nettoinventarwert des Vision Funds in der aktuellen Marktphase behauptet.
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